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Einstieg ins E-Commerce-Advertising: Welche Channels lohnen sich wirklich?

Beim E-Commerce-Advertising sollten Unternehmen auf die richtigen Plattformen setzen.
Bild: © Song_about_summer / Adobe Stock

Warum sollte ich überhaupt E-Commerce-Advertising machen?

Teodora Gavriluț: E-Commerce ist eine Billionen-Dollar-Branche, deren Wachstum im nächsten Jahr auf 5,4 Billionen US-Dollar prognostiziert wird. Wenn man es richtig anstellt, kann ein E-Commerce-Geschäft richtig profitabel sein.

Viele von uns sind seit dem Ausbruch der Pandemie zum Online-Shopping übergegangen, da stationäre Ladengeschäfte aufgrund von Lockdowns schließen oder ihren Betrieb einschränken mussten. In der Folge hatten es viele Unternehmen daher plötzlich sehr eilig, E-Commerce in ihre Strategie mit aufzunehmen, um überleben zu können. Das führte zu einem dramatischen Anstieg des Wettbewerbs im ohnehin schon überfüllten Online-Bereich. Und bisher deutet alles darauf hin, dass sich dieser Trend im Jahr 2021 fortsetzen wird, da sich die Verbraucher an das Online-Shopping gewöhnt haben.

In diesem Zusammenhang ist es unerlässlich, in E-Commerce-Advertising zu investieren, um die Sichtbarkeit zu erhöhen, den Gewinn zu maximieren und das Wachstum zu erhalten. Kunden müssen in der Lage sein, Ihre Produkte leicht zu finden und zwischen Ihrer Marke und der Konkurrenz zu unterscheiden.

Brauche ich eine E-Commerce-Advertising-Strategie? Welche Faktoren sollte ich vor dem Start berücksichtigen?

Teodora Gavriluț: Der hohe Wettbewerb in der E-Commerce-Branche bedeutet, dass Sie am Ende viel Geld für Anzeigen ausgeben können. Um sicherzustellen, dass Sie das meiste aus Ihrem Geld herausholen, benötigen Sie eine gut durchdachte Strategie, bevor Sie loslegen.

Zuallererst müssen Sie wissen, wer Ihre Zielgruppe ist. Finden Sie heraus, welche Probleme diese Zielgruppe hat, welche sie lösen muss und welchen Mehrwert Sie ihr bieten. Behalten Sie auch die Webseiten im Auge, die diese Zielgruppe gerne besucht, sowie die von ihr genutzten Social-Media-Plattformen. So können Sie sie dort antreffen, wo sie auch tatsächlich unterwegs sind.

Überlegen Sie dann, was Ihre Marke von den Tausenden von anderen da draußen unterscheidet. So können Sie sich in einem gesättigten Markt abheben.

Ein weiterer Aspekt, den es zu beachten gilt, ist die Tatsache, dass Kunden hohe Erwartungen an digitale Erlebnisse haben. Bevor Sie also mit der Werbung beginnen, stellen Sie sicher, dass Ihre Webseite reibungslos funktioniert. Optimieren Sie Ihre Landing Pages und machen Sie es den Kunden einfach, einen Kauf abzuschließen, sonst wird der Traffic, den Sie über bezahlte Anzeigen auf Ihre Webseite bringen, nicht konvertiert.

Im Interview mit DMEXCO: Teodora Gavriluț

Teodora Gavriluț ist Chief Operating Officer von Creatopy. Mit einem soliden Marketing-Hintergrund von über 15 Jahren kümmert sie sich um die internen Angelegenheiten des Unternehmens. Da sie dabei analytisches Denken mit kreativen Prozessen kombinieren kann, hat Teodora ihrer Ansicht nach das große Glück, dass sie sich aus ihrer Liebe für Technologie und ihrer Leidenschaft für Marketing eine Karriere aufbauen konnte.

Teodora Gavriluț. Chief Operating Officer von Creatopy

Welche Plattformen und Channels eignen sich für E-Commerce-Advertising?

Teodora Gavriluț: Google Ads—Suchanzeigen, Display-Anzeigen, Shopping-Anzeigen oder Remarketing-Anzeigen – führen am ehesten zu Conversions und sind ein wichtiger Bestandteil jeder E-Commerce-Advertising-Strategie. Sie können teuer werden, also stellen Sie sicher, dass Sie jede Kampagne und ihre Assets im Auge behalten, damit Sie herausfinden können, was am besten für Sie funktioniert.

Soziale Medien helfen Ihnen dabei, Ihre Marke bekannt zu machen und Beziehungen zu Ihren Kunden aufzubauen, aber sie sind auch eine beliebte Werbeoption. Mit 2,85 Milliarden aktiven Nutzern pro Monat ist Facebook derzeit die größte Social-Media-Plattform.

2.85 Milliarden
aktive Nutzer pro Monat auf Facebook

Aber auch visuelle Social-Media-Plattformen wie Instagram und Pinterest dürfen Sie nicht vergessen. Tatsächlich eignet sich Pinterest hervorragend für E-Commerce, da es wie ein Online-Katalog für Ihr Unternehmen funktionieren kann. Es ermöglicht Ihnen, Ihre Produkte auf neue, attraktive Weise zu präsentieren, mit dem zusätzlichen Vorteil, dass Kunden schnell zum Kauf übergehen können.

Neben der Schaltung von Anzeigen in sozialen Medien können Sie auch Influencer in Erwägung ziehen, die Ihre Produkte bewerben.

In Bezug auf Videowerbung halten Marketingfachleute YouTube für die effektivste Plattform. Sie bietet mehrere Anzeigenformate und erweiterte Targeting-Funktionen.

Ist jede Plattform für jede Art von Shop und Unternehmen gleichermaßen geeignet?

Teodora Gavriluț: Nicht wirklich. Ihre Anzeigen müssen eine hohe Relevanz für das Publikum der von Ihnen gewählten Plattform haben, sonst wirken sie störend und haben den gegenteiligen Effekt. Um also die besten Ergebnisse zu erzielen, müssen Sie die Plattformen auf der Grundlage der Produkte, die Sie verkaufen, und der Zielgruppe, die Sie zu erreichen versuchen, auswählen.

Die jüngere Generation, die Gen Z, zieht es zum Beispiel zu Plattformen wie Snapchat und TikTok, während Facebook eher eine ältere Zielgruppe anspricht. In ähnlicher Weise sind Gamer oft auf Twitch zu finden, Inneneinrichter lieben Pinterest und Make-up-Künstler schauen sich viele YouTube-Tutorials an.

Recherchieren Sie zu verschiedenen Plattformen, bevor Sie diejenige(n) auswählen, die Ihr Publikum bevorzugt.

Wie kann ich den Prozess so weit wie möglich automatisieren und in welchem Umfang ist eine Automatisierung sinnvoll?

Teodora Gavriluț: Verwenden Sie beispielsweise eine Plattform für die Anzeigengestaltung, die über Automatisierungsfunktionen verfügt, wie z. B. Creatopy, können Sie im Handumdrehen große Mengen an Anzeigenvariationen erstellen. So können Sie Ihrer Zielgruppe auf einfache Weise ein personalisiertes Erlebnis bieten und schnell Kreative für A/B-Tests vorbereiten, um zu sehen, welche Elemente am besten funktionieren. Da der Prozess nur wenige Klicks erfordert, haben Sie mehr Zeit, sich auf die Verfeinerung Ihrer Werbekampagnen zu konzentrieren, anstatt Dutzende oder Hunderte von Anzeigendesigns manuell zusammenstellen und optimieren zu müssen.

Allerdings wird die Automatisierung niemals den kreativen Teil des Prozesses übernehmen, der eine menschliche Note benötigt, um Ihre Anzeigen für die Kunden ansprechend zu gestalten. Automatisierung ist in dem Maße hilfreich, in dem sie langweilige, sich wiederholende, zeitaufwendige Aufgaben und menschliche Fehler eliminiert.

Welche 5 Tipps können Sie einem Anfänger beim E-Commerce-Advertising geben?

  1. Stellen Sie sicher, dass alle Steuern deutlich auf der Produktseite angegeben sind.
  2. Die Nähe zu Ihren Kunden und das Gespräch mit ihnen ist besonders am Anfang sehr wichtig, also priorisieren Sie das. Ihr Unternehmen wird so Vertrauen gewinnen.
  3. Segmentierung/Personalisierung/Zielgruppenansprache ist der Schlüssel. Scheuen Sie sich nicht davor, Ihr Publikum am Anfang einzugrenzen.
  4. Daten sind Ihr Freund. Testen, messen und passen Sie Ihre Kampagnen laufend an.
  5. Vernachlässigen Sie nicht das Omnichannel-Kundenerlebnis. Stellen Sie sicher, dass Ihre Anzeigen mobilgerätefreundlich sind.

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