6 Impulse, um die Marketing Trends 2026 strategisch zu nutzen

Du willst wissen, wie dein Marketing 2026 auf neue Trends reagieren sollte? Orientiere dich an diesen sechs Impulsen!

Junge Marketer:innen arbeiten in einem modernen Office
Bild: © CanvaPro / textbest

Richtig reagieren auf zentrale Marketing Trends

Die Marketing-Trends 2026 zeigen, worauf es jetzt ankommt: strategische Klarheit, technologische Verantwortung und kreative Differenzierung. Wer jetzt erfolgreich sein will, muss diese drei Elemente verbinden.

Porträt von Carsten Rasner
Bild: © BVDW / Barbara Wagner

„Digitale Wertschöpfung ist dann erfolgreich, wenn Daten die Grundlage bilden, Kreativität Raum bekommt und Technologie verantwortungsvoll eingesetzt wird. Das macht unsere Digitale Wirtschaft stark, zukunftsfähig und vertrauenswürdig.“

Carsten Rasner, Geschäftsführender Vorstand beim BVDW

Unsere sechs Impulse helfen dir, dein Marketing 2026 so auszurichten, dass du neue Trends aktiv für deinen Erfolg nutzen kannst.

#1: Mach 2026 zum Jahr der Smart Moves

2025 war laut, mutig und oft riskant. Disruption war das Ziel, Bold Moves markierten den Weg. Doch 2026 verlangt eine neue Haltung: weniger Geschwindigkeit, mehr Substanz. Statt in erster Linie Aufmerksamkeit zu erzeugen, geht es jetzt darum, Wirkung zu erzielen. Smart Moves sind keine Rückschritte, sondern strategische Fortschritte. Sie basieren auf klaren Prioritäten, klugen Tools und einem echten Verständnis für Zielgruppen und Prozesse.

Setze 2026 auf diese 5 Smart Moves:

  1. Verbinde prägnante Markenbotschaften mit datengetriebener Performance. Räume Silos aus dem Weg und formuliere gemeinsame Ziele über Abteilungen hinweg.
  2. Mach KI zu deiner täglichen Assistenz. Lass dich bei Routine- und Kreativprozessen unterstützen.
  3. Baue Communitys auf, bevor du skalierst. Digitale Gemeinschaften funktionieren besonders gut, wenn sie auf einem analogen Fundament ruhen.
  4. Vertrau deinen kreativen Instinkten. Fortschritt entsteht durch Ausprobieren. Wenn du in Bewegung bleibst, sind Fehler nur Lernschritte auf dem Weg zum Erfolg.
  5. Setze auf Diversität. Unterschiedliche Perspektiven eröffnen neue Wege, von denen du vielleicht noch nie gehört hast.

Mehr dazu in unserer Story: Von Bold Moves zu Smart Moves: Die passende Marketingstrategie für 2026

#2: Normalisiere Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz ist 2026 ein Werkzeug wie jedes andere. Die Zeit der Pilotprojekte ist vorbei. Wer KI im Marketing richtig einsetzen will, braucht weniger Buzzwords und mehr Struktur: saubere Daten, klare Abläufe und ein Team, das weiß, was es tut.

Was Marketing-Teams jetzt vorbereiten müssen:

  1. Saubere Daten: Dokumentiere und pflege Einwilligungen, Identitäten und Dubletten präzise.
  2. Klare Abläufe: In welcher Phase kann KI dich sinnvoll im Alltag unterstützen? Stelle diese Frage regelmäßig und beantworte sie konkret.
  3. K(l)eine Experimente: Etabliere A/B-Tests mit klaren Metriken, um deine KI-Anwendung schrittweise zu verbessern.
  4. Eindeutige Rollen: Definiere Zuständigkeiten und sorge für transparente Prozesse im Team.
  5. Dokumentation: Halte fest, was funktioniert und was nicht. Denn KI lernt aus Fehlern nur, wenn du es auch tust.

Mehr dazu in unserer Story: KI in 2026: Der Turbo für dein Marketing-Team

#3: Setze im Marketing auf soziale Empathie

KI kann Prozesse beschleunigen, aber keine menschlichen Beziehungen aufbauen. In der neuen Marketing-Realität zählt nicht, wie schnell du reagierst, sondern wie gut du Menschen verstehst. Empathie ist kein „Soft Skill“ mehr, sondern ein strategischer Vorteil.

Denn: Jede Kampagne, die kulturelle Codes verfehlt, verpufft. Wer dagegen mit Fingerspitzengefühl agiert, bleibt relevant. Trotz (oder gerade wegen) KI-Turbo.

Setze deine Empathie gezielt ein, zum Beispiel bei diesen Aufgaben:

  1. Stimme deine Markensprache bewusst auf Zielgruppen, Timing und Tonfall ab.
  2. Handle sensibel in kritischen Situationen. Persönliche Erfahrung wiegt dabei oft mehr als jedes Datenmodell.
  3. Gehe eine echte Gemeinschaft mit deinen Kund:innen ein durch emotionale und authentische Kommunikation.
  4. Interpretiere kulturelle Signale im richtigen Kontext und erkenne, was hinter den Insights steckt.

Mehr dazu in unserer Story: Empathetic Marketing: Menschen steuern KI-Turbo

#4: Kombiniere Nachhaltigkeit mit einer glaubhaften Story

Schneller, lauter, kürzer: Das Marketing-Tempo steigt und ist getrieben durch KI und immer neue Plattformtrends. Gleichzeitig wächst der gesellschaftliche Druck, Verantwortung zu übernehmen. Wer mithalten und Haltung zeigen will, braucht mehr als Aktionismus: Er braucht Substanz.

Echte Markenstärke entsteht durch langfristige Entscheidungen, konsistente Botschaften und eine nachhaltige Story, die nicht nur behauptet, sondern beweist.

Setze auf Maßnahmen, die deiner Marke langfristig Stabilität geben und Glaubwürdigkeit verleihen:

  1. Nutze unterschiedliche Kanäle und stärke deine Website als zentrale, unabhängige Plattform für deine Botschaften.
  2. Fördere User-generated Content und belohne Empfehlungen. So wächst deine Reichweite organisch.
  3. Frag regelmäßig nach, was deine Kund:innen loyal macht, zum Beispiel mit kurzen, gezielten Umfragen.
  4. Erzähle eine konsistente Markengeschichte, statt jedem Trend hinterherzulaufen.
  5. Teste konkrete Nachhaltigkeitsmaßnahmen, um herauszufinden, was deine Zielgruppe wirklich bewegt und wie du sie aktiv einbeziehst.

Mehr dazu in unserer Story: Marketing im Wandel: nachhaltig denken, langfristig handeln

#5: Richte dich auf die neue Form der Customer Experience aus

Was früher mit immer mehr Personalisierung überzeugte, weckt heute oft Misstrauen. Daten allein schaffen keine Verbindung. Die neue Währung heißt Vertrauen. Marken müssen nicht lauter, sondern menschlicher werden, um relevant zu sein.

So passt du deine Customer Experience an die neuen Erwartungen an:

  1. Bewerte CX-Maßnahmen danach, ob sie Vertrauen aufbauen, und nicht nur danach, wie personalisiert sie sind.
  2. Schaffe Meaningful Moments mit bewussten, gezielten Interaktionen statt mit Dauerbeschallung.
  3. Setze Touchpoints in einen sinnvollen Kontext, den deine Kund:innen klar nachvollziehen können.
  4. Begrenze den Einsatz von KI bewusst, so dass sich jede Interaktion menschlich anfühlt.
  5. Hol dir CX-Kompetenz ins Team: Ein CX Architect bricht Silos auf und verbindet Erlebnisse zu einer konsistenten Markenwahrnehmung.

Mehr dazu in unserer Story: Customer Experience Trends: Mehr Meaningful Moments schaffen

#6: Setze auf Community Building als strategischen Wachstumstreiber

In Zeiten überreizter Zielgruppen gilt: Erfolgreiche Marken haben Communities, keine Audiences. Denn echte Nähe entsteht nicht durch Reichweite, sondern durch Beziehung. Best Practices von Nike, Patagonia und LEGO zeigen: Mitgestaltung, Austausch und emotionale Bindung sind zentrale Bausteine für deinen Marketing-Erfolg im Jahr 2026.

Erfolgreiches Community Building entsteht, wenn du für deine Marke drei Rollen einnimmst:

  1. Enabling: Schaffe Räume für den Austausch mit deiner Community und fördere gleichzeitig die Interaktion zwischen ihren Mitgliedern.
  2. Hosting: Gestalte Formate und Erlebnisse, die sowohl online als auch offline echte Verbindung ermöglichen.
  3. Learning: Wandle Community Insights gezielt in Verbesserungen deiner Angebote, Inhalte und Strategien um.

Mehr dazu in unserer Story: Mehr Business-to-Friend (B2F): Community Building im Marketing

Fazit: Was die Marketing Trends 2026 wirklich von Marken verlangen

2026 markiert keine radikale Neuerfindung des Marketings. Aber es ist ein Wendepunkt, weil nicht mehr das Neue zählt, sondern die Frage, was wir aus den Entwicklungen machen.

Die Marketing-Trends des Jahres zeigen klar: KI, Daten und Automatisierung sind längst etabliert. Doch Reichweite, Effizienz und Personalisierung allein reichen nicht mehr. Entscheidend wird, in welchem Kontext wir Technologien nutzen, mit welcher Haltung wir agieren und welche Beziehungen wir eingehen.

Marken müssen heute mehr leisten, als Inhalte auszuspielen oder Systeme zu bedienen. Sie müssen in einer technologiegeprägten Zeit Vertrauen schaffen, relevant sein und menschlich bleiben.

Das heißt nicht, sich gegen Innovation zu stellen. Es heißt, Innovation bewusst und verantwortungsvoll zu steuern. Die stärksten Marken 2026 folgen nicht blind jedem Trend. Sie filtern, setzen Prioritäten und übersetzen Marketing-Trends in Haltung und Handlung. Und genau darin liegt ihr Vorsprung.

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