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Schöner verkaufen: Tipps für herausragendes UX-Design

Exzellentes UX-Design im Marketing

Was ist UX-Design – und warum ist es so wichtig?

Gutes UX-Design ist für digitale Touchpoints wie Onlineshops essenziell, um ein optimales Nutzererlebnis zu schaffen. Dabei bezieht sich UX-Design nicht nur auf Farben und Formen, sondern auf eine ganzheitliche und nachhaltige User Experience. Dazu zählt auch die strategische Planung von Handlungsabläufen und Interaktionsmöglichkeiten. Erst ein durchdachtes und stimmiges Gesamtkonzept sorgt für angenehme und reibungslose Interaktionsprozesse über alle Shopseiten hinweg.

UX-Design von Anfang an strategisch angehen

Bei gutem UX-Design geht es nicht um die Perfektionierung von Farben oder pixelgenaue Feinheiten, sondern um die User Experience. Eine optimale Usability hat immer Vorrang vor der Optik und gestalterischen Spielereien – und dies sollte nicht nur nebenbei, sondern von Anfang an beachtet werden. Es muss klar sein, wer die Zielgruppe ist und wie diese mit dem Onlineshop interagieren soll. Gutes UX-Design erfordert immer einen strategischen Planungsprozess und setzt ein strukturiertes Vorgehen in puncto Nutzerführung voraus:

  • Mit welcher Intention und welchen Erwartungen besuchen Interessenten einzelne Seiten?
  • Welche Interaktionsmöglichkeiten werden angeboten?
  • Wie sollte der Conversion Funnel gestaltet sein?

Diese Fragen lassen sich mittels Experience-Maps genau beantworten. Experience-Maps bilden eine hervorragende Grundlage für den Gestaltungsprozesses. Dabei sollten alle Nutzungsszenarien von dem Erstkontakt mit dem Onlineshop bis zur Kaufabwicklung durchgespielt und definiert werden. So lassen sich wichtige Anhaltspunkte für das UX-Design festlegen, Sackgassen von Anfang an vermeiden und eine klare Nutzerführung etablieren.

Ein hervorragendes Beispiel für eine erstklassige Nutzerführung findest du auf apple.com:

UX-Design bei apple

Einfachheit gewinnt im UX-Design

„Keep it short and simple“ und „Less is more“: Diese beiden Faustegeln sind das A und O in vielen Gestaltungsdisziplinen – und auch im UX-Design. Denn eine gutes User Interface muss jeder Nutzer möglichst auf Anhieb verstehen, sonst droht Frust und im schlimmsten Fall eine hohe Bounce Rate. Onlineshop-Seiten sollten möglichst einfach und klar gestaltet sein. Ein simples und übersichtliches Design hilft, die gebotenen Informationen schneller zu erfassen und einzuordnen. Dabei gilt:

  • Je weniger Interaktionsmöglichkeiten angeboten werden, desto einfacher ist es, sich im Onlineshop zurechtzufinden – und desto einfacher ist es, den Nutzerfluss zu managen.
  • Dies gilt nicht nur für Links, Buttons & Co, sondern ebenso für den Content auf der Seite. Je aufgeräumter und übersichtlicher eine Seite daherkommt, desto besser ist die Usability!
  • Interaktionselemente sollten immer ins Auge springen. Sie lassen sich durch besondere Attribute wie beispielsweise Farben, Piktogramme, Unterstreichungen sowie definierte Bereiche visuell vom Content abgrenzen.

Ein hervorragendes Beispiel für gutes, cleanes und intuitives UX-Design: die Website von ZARA Deutschland.

UX-Design bei Zara

Stichwort: Responsive Design

Ein optimales Einkaufserlebnis über alle Endgeräte hinweg – auch das ist ein wichtiger Knackpunkt beim UX-Design im E-Commerce. User sollten mit Desktop-Geräten über Tablets oder Smartphone bis hin zu TVs und sogar Wearables oder IOT-Produkten gleichermaßen gut mit einem Online-Angebot interagieren können. Der Gestaltungsprozess im UX-Design ist daher immer responsive. Dabei zählen insbesondere Details wie beispielsweise die Größe und der Abstand von Buttons auf kleinen Displays.

Der Onlineshop von Burton überzeugt mit einem sehr klaren und optimal auf den responsiven Einsatz angelegten UX-Design:

UX-Design bei Burton

UX-Design bedeutet: einheitlich bleiben

Gutes UX-Design zahlt auf die Brand Experience ein – und das erfordert Einheitlichkeit. Die Gestaltung bestimmter Elemente und Bereiche sollte über sämtliche Unterseiten hinweg gleich sein. Wird beispielsweise eine bestimmte Farbgebung für Call-to-Action-Elemente genutzt oder eine bestimmte Positionierung von Formularfeldern, sollte dies an jeder Stelle so umgesetzt werden. Einheitlichkeit schafft einen Wiedererkennungswert und sorgt dafür, dass User flüssig mit einem Onlineshop interagieren können. Elemente mit derselben Funktion haben immer dasselbe Design! Um dies zu dokumentieren, sollte die Gestaltung aller wiederkehrenden Elemente mittels Design-Patterns definiert und katalogisiert werden.

Eine einheitliche und sehr klare UX-Gestaltung ist auf der Website von uber umgesetzt:

UX-Design bei uber

Klar kommunizieren und gebräuchliche Patterns nutzen

Bei der Gestaltung von Onlineshops und Shopping-Apps muss das Rad nicht neu erfunden werden – sollte es auch nicht. Viele Nutzer erwarten übliche Interaktionsszenarien. Dazu zählt ein typischer Website-Aufbau mit gewohnter Navigation und wichtigen Elementen wie dem Warenkorb-Piktogramm oder Bestellen-Buttons an den üblichen Positionen. Der Shop ist dadurch für die meisten Nutzer intuitiv verständlich und einfach zu bedienen. Weiterhin zählt immer: klar kommunizieren. Alle Interaktionselemente sollten verständlich machen, wozu sie dienen. Anstatt Beschriftungen wie „Weiter“ für einen Button zu nutzen, sorgen Bezeichnungen wie „Bestellvorgang abschließen“ für Klarheit.

Intuitiv verständlich und trotzdem individuell gestaltet sind beispielsweise die Interaktionselemente im Onlineshop von Berghaus:

UX-Design bei Burton

Zum Abschluss gilt: testen, testen, testen

Exzellentes UX-Design ist niemals fertig und folgt der Devise: testen, evaluieren und verbessern. Um herauszufinden, welches Design die meisten Conversions bringt, sind regelmäßige Testläufe und ein regelmäßiges Monitoring unerlässlich. Mittels Heatmaps, A/B-Testing und verschiedenen Designvarianten lässt sich ermitteln, was im eigenen Onlineshop am besten funktioniert. UX-Design ist immer ein Lernprozess und bedeutet: ausprobieren, lernen und optimieren.

Julia Stüdemann
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