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Mit KI im Online-Handel zum personalisierten Shopping-Erlebnis

Das persönliche Einkaufserlebnis der Kunden wird durch KI im Online-Handel optimiert.
Bild: © likoper / Adobe Stock

Mehr Personalisierung und Service durch KI im E-Commerce

Personalisierte Angebote statt endlose Produktlisten: Gerade für den Online-Handel wächst die Herausforderung, die Erwartung der Konsumenten nach einmaligen Kundenerlebnissen zu befriedigen. Empfehlungen und Produkte sollen idealerweise auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sein – am besten noch bevor diese überhaupt Klarheit darüber haben, was sie eigentlich wollen.

Neue Technologien wie KI im Online-Handel setzen genau an diesem Punkt an und bieten authentische und maßgeschneiderte Erfahrungen, die für jeden einzelnen Kunden relevant sind. Der Vorteil für Online-Händler: Eine derart verbesserte Usability und Personalisierung, die auch den anspruchsvollen Konsumenten von heute zufriedenstellt, stärkt die Kundenbindung und erhöht nachhaltig den Umsatz.

Machine-Learning-Algorithmen für personalisierte Angebote und Empfehlungen

Künstliche Intelligenz im Online-Handel basiert in der Regel auf komplexen Machine-Learning-Algorithmen, die auf Verhaltens- und Transaktionsdaten trainiert werden, um ein Verständnis für die Bedürfnisse der Kunden zu entwickeln. Auf der Grundlage der gesammelten und verarbeiteten Daten können E-Commerce-Unternehmen jedem Kunden in Echtzeit personalisierte Produkte empfehlen und das Shopping-Erlebnis dadurch individuell und nutzerorientiert gestalten. Im Kern erschaffen professionelle KI-Lösungen im Online-Handel für jeden Konsumenten eine auf seine Interessen und Bedürfnisse individuell zugeschnittene Customer Journey, die weit über den Kauf eines Produktes hinausgehen kann.

Wenn die KI im Online-Handel mit dem „Diderot-Effekt“ spielt

 

Als Begriff aus der Konsumforschung beschreibt der Diderot-Effekt den potenziellen Zwang von Konsumenten, nach dem Kauf eines Gegenstandes weitere Käufe tätigen zu müssen, um ein passendes Gesamtbild herzustellen. So kann zum Beispiel der Erwerb einer neuen Jacke eine Unzufriedenheit mit anderen Kleidungsstücken oder Accessoires – etwa den Schuhen oder der Handtasche – auslösen, die zu nachgelagerten Spontankäufen führt. Im stationären Handel gehört der Diderot-Effekt zum Standardrepertoire geschulter Verkäufer. Im E-Commerce kann KI bei der Personalisierung mit diesem Verhalten spielen und über die Auswertung von Klicks, Warenkörben, der Kaufhistorie oder Suchanfragen passende Vorschläge für weitere, in den Augen der Nutzer sinnvolle Käufe liefern.

Personalisierung über reine Produktempfehlungen hinaus

Personalisierungs-Lösungen im Online-Handel auf der Basis von KI beschränken sich nicht auf reine Produktempfehlungen, sondern können darüber hinaus auf vielfältige Weise zum Einsatz kommen. Ob Menüführung, Newsletter oder redaktioneller Content: Mit KI-getriebenen Systemen lässt sich das persönliche Einkaufserlebnis der Kunden auf vielen Ebenen optimieren, zum Beispiel:

  • über eine personalisierte Ansprache mit unterschiedlichen Begrüßungstexten oder Produktbeschreibungen
  • in der Online-Shop-Navigation, bei der sich die Reihenfolge der Navigation an demografischen Merkmalen oder der Besucherhistorie orientiert
  • bei der Kategorisierung von Produkten
  • in der Analyse von Kundenbewertungen für eine bessere Abstimmung der Produkte und Produktvorschläge auf die Zielgruppe
  • im dialogorientierten Online-Handel durch den Einsatz von smarten Chatbots und sprachgesteuerten Diensten
  • im E-Mail Marketing durch den Zuschnitt relevanter Inhalte auf den jeweiligen Kunden

KI im Online-Handel auf dem Vormarsch

Die vielfältigen Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz im Online-Handel werden bereits heute von zahlreichen Unternehmen für innovative Lösungen genutzt. So setzt beispielsweise Amazon mit seiner digitalen Shopping-Hilfe „AR View“ auf Augmented Reality, die es ermöglicht, ausgewählte Produkte noch vor dem Kauf virtuell in den eigenen vier Wänden zu betrachten. Nach dem Start der App wird das Smartphone dazu einfach auf den Platz, an dem der Artikel später stehen soll, ausgerichtet. Per Augmented Reality erscheint das Produkt in Sekundenschnelle auf dem Bildschirm und kann von den Nutzern gedreht, verschoben und aus verschiedenen Blickwinkeln angesehen werden.

Bei vielen E-Commerce-Anbietern sind zudem Visual-Search-Lösungen hoch im Kurs, bei denen Konsumenten unter anderem Mode abfotografieren können, um im Online Shop ähnliche Produktvorschläge zu erhalten. Schon seit mehreren Jahren setzen Branchengrößen wie Zalando, Otto oder ASOS verstärkt auf das Prinzip, über hochgeladene Fotos die Suche nach Produkten für den Kunden zu vereinfachen. Und das aus gutem Grund: Nach der aktuellen OMD-Studie „The Retail Revolution“ haben 67 Prozent der Deutschen bereits von den Möglichkeiten der visuellen Suche Gebrauch gemacht – Tendenz steigend. Demnach eröffnet Visual Search gerade in den Bereichen Mode, Lebensmittel und Körperpflege vielversprechende Chancen und bietet ein enormes Marketing-Potenzial.

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