2026 startet die nächste Etappe der KI-Transformation
Nach den Experimenten der letzten Jahre ist es Zeit für den nächsten Schritt der KI-Transformation. Das diesjährige Motto der DMEXCO lautet „Scaling Intelligence“. Was brauchen Unternehmen, um aus Künstlicher Intelligenz operativen Mehrwert zu ziehen?
Vom Gadget zur operativen KI-Implementierung
Was wäre, wenn Thomas Edison die Glühbirne niemals auf den Markt gebracht, sondern nur als Leselampe in seinem Wohnzimmer benutzt hätte? Was wäre, wenn Carl Benz das erste Auto mit Verbrennungsmotor nur privat genutzt hätte, um morgens schneller zum Bäcker zu gelangen?
Damit Technologie einen Impact auf die Gesellschaft haben kann, muss sie wirtschaftlich genutzt und großflächig verbreitet werden. Genau an so einem Scheidepunkt der Geschichte stehen wir aktuell: KI-Tools haben bereits Milliarden Nutzer:innen von sich überzeugt. Trotzdem fehlt in der Wirtschaft aktuell noch eine belastbare KI-Strategie, um daraus operative Wirkung zu entwickeln. Im Jahr 2026 könnte es zu einem Quantensprung kommen. Deshalb steht auch die diesjährige DMEXCO unter dem Motto „Scaling Intelligence“.
Status quo im Jahr 2026: Viele KI-Projekte scheitern an fehlendem Konzept
Was ist bisher geschehen? Einzelne Mitarbeiter:innen oder Abteilungen haben vereinzelte Tools ausprobiert. Aufgrund der immer neuen, innovativen Lösungen war der Markt jedoch sehr unübersichtlich. Und so wurden einzelne KI-Tools häufig isoliert getestet, ohne sie strategisch mit Unternehmenszielen, Prozessen oder messbaren KPIs zu verbinden. Da die Tests dadurch oftmals im Sand verliefen, entstand eine „AI Adoption Gap“. Damit ist die Differenz gemeint zwischen den Möglichkeiten von KI und ihrer tatsächlichen Anwendung.
Marketer:innen müssen KI 2026 in echte Geschäftsmodelle überführen
Unternehmer:innen müssen jetzt also aktiv Schritte unternehmen, um ihre Mitarbeiter:innen und Strukturen an KI auszurichten. Die besondere Rolle der Wirtschaft betont auch BVDW-Präsident Dirk Freytag:
„KI muss in die Wertschöpfung kommen. Es liegt an uns als Digitale Wirtschaft, die Grundlage dafür zu schaffen. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel von Mensch und Technologie. Nur durch menschliche Urteilskraft, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein lassen sich die Potenziale von KI voll ausschöpfen. Wir entscheiden jetzt, ob aus Technologie echte Geschäftsmodelle entstehen oder ob sie in der Experimentierphase stecken bleibt.“
Bewährte Use Cases lassen sich skalieren
Dass eine erfolgreiche und systemische Nutzung von KI möglich ist, zeigen einige konkrete Use Cases. Eine ausführliche Untersuchung von 15 Beispielen findest du in unserem KI-Use-Case-Guide. Darin erfährst du mehr darüber, wie du KI-Tools für vier Bereiche nutzen kannst:
- Content & Kreation
- Customer Experience & Service
- Daten & Strategie
- Performance & Automatisierung
Die Untersuchung zeigt jedoch auch: Wer KI nur als Tool betrachtet, scheitert an der Skalierung. Denn KI wird erst zum ROI-Booster, wenn du deine Prozesse darauf aufbauend neu aufsetzt.
6 Leitprinzipien für deine KI-Transformation im Jahr 2026
Wie kann KI-Skalierung zu echten Veränderungen führen? Die Erfahrung der letzten Jahre lässt sich auf sechs Leitprinzipien herunterbrechen. Wenn du dich daran orientierst, wirst du im Jahr 2026 einen ernst zu nehmenden Unterschied bewirken und dein Unternehmen ins KI-Zeitalter bringen:
- KI mit konkreten Needs deines Unternehmens verbinden: KI kann dich bei den unterschiedlichsten Herausforderungen unterstützen. Definiere dazu Kostenpunkte, die du reduzieren möchtest, und suche nach Prozessen, in denen Ressourcen aktuell verschwendet werden.
- Datenqualität erhöhen und Silos abschaffen: Damit KI optimale Entscheidungen treffen kann, benötigt sie die bestmögliche Datenbasis. Stelle daher sicher, dass Tools stets auf alle verfügbaren Daten in deinem Unternehmen zugreifen können.
- Mitarbeiter:innen mitnehmen und gezielt schulen: KI muss im Arbeitsalltag funktionieren. Und den kennen deine Mitarbeiter:innen am besten. Gib ihnen das nötige Wissen an die Hand, um ihren Job selbst zu transformieren.
- Infrastruktur aufbauen: Zur nötigen Infrastruktur für KI gehören sowohl einzelne Tools und Datenbanken als auch neue Prozesse und Positionen. Investiere in diese Umstrukturierung, um mittel- bis langfristig zu profitieren.
- Workflows anpassen: KI ist eine disruptive neue Technologie. Das bedeutet, dass sie sich auch auf die Workflows in deinem Unternehmen auswirkt. Stelle dich aktiv an die Spitze dieser Entwicklung und gestalte neue Prozesse, anstatt dich von externen Notwendigkeiten leiten zu lassen.
- Technologie mit Markenwerten verbinden: Impfe der KI deine Markenidentität ein, um einen Output zu erhalten, der deinen Werten entspricht. In Zeiten der Automatisierung dürfen menschliche Perspektive und kreative Alleinstellung nicht verloren gehen.
Fazit: Die nächste Stufe der KI-Transformation steht an
Die Branche ist sich einig, dass wir im Jahr 2026 in eine neue Epoche eintreten. Doch wie wird die neue Phase der KI-Transformation konkret aussehen? Wie können Unternehmen mit KI ihren ROI und den wirtschaftlichen Nutzen der neuen Technologie steigern? Diese Aspekte wird die digitale Wirtschaft auf der DMEXCO 2026 verhandeln: Unter dem Motto „Scaling Intelligence“ werden führende Vertreter:innen der Branche in Präsentationen und Masterclasses gemeinsam diese Fragen beantworten.
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