Total Video beim Screenforce Festival 2026

Alle Augen auf den Big Screen: Das Screenforce Festival 2026 in Düsseldorf zeigte am 2. Juli, warum die Zukunft der Bewegtbild-Werbung nicht im Wettbewerb zwischen TV und Streaming liegt, sondern in ihrem Zusammenspiel.

Eine Person streamt die Fußball-Wm 2026 live auf ihrem Smartphone.
Bild: © textbest / Canva Pro

Star-Power und moderne Lösungen: Bewegtbild-Branche in Bewegung

Die Bewegtbild-Branche lebt von starken Persönlichkeiten – auf und hinter der Bühne.

Beim Screenforce Festival 2026 standen deshalb nicht nur prominente TV-Gesichter wie Günther Jauch, Stefan Raab, Sonja Zietlow, Frauke Ludowig, Frank Buschmann, Steven Gätjen und Verona Pooth im Rampenlicht. Auch führende Köpfe der Screenforce-Initiative, darunter Vertreter:innen von Ad Alliance, Sky Media, Seven.One Media und ARD Media, nutzten die Bühne, um eine gemeinsame Botschaft zu vermitteln.

Im Mittelpunkt stand dabei das Konzept “Total Video”: Statt TV, Streaming und Connected TV getrennt zu betrachten, versteht die Branche Bewegtbild zunehmend als ein gemeinsames Ökosystem. Für Werbetreibende verschiebt sich damit der Fokus weg von einzelnen Kanälen und hin zu einer integrierten Planung von Reichweite, Zielgruppen und Nutzungssituationen.

Wie geschlossen die Branche hinter diesem Ansatz steht, fasst Malte Hildebrandt, Geschäftsführer von Screenforce, zusammen:

Porträt von Malte Hildebrandt von Screenforce
Bild: © WWW.KROLL.PHOTOGRAPHY

„Big Screens & Summer Dreams – aber dieses Screenforce Festival war mehr als eine großartige Beachparty. Die Branche hat zwar deutlich bewiesen, dass sie feiern kann – bei bestem Wetter und top Festivalstimmung – aber der Tag hat mir vor allem eines wieder gezeigt: Der Markt verändert sich, aber unsere Gattung verändert sich mit. Voller Optimismus, Freude und Energie haben die Kolleginnen und Kollegen aus der Screenforce-Familie die ganze Stärke von Total Video und die Vielfalt von Bewegtbild auf die große Bühne gebracht und bewiesen, warum TV für Marken so wirkungsvoll und unverzichtbar ist. Wir haben die Reichweite, die Aufmerksamkeit, die Inhalte und das Vertrauen – alles, was Marken gerade in einer fragmentierten Welt so dringend brauchen. Und dazu die ganz, ganz großen Emotionen.“

Malte Hildebrandt (Screenforce)

Streaming killed the TV star? Von wegen!

Die Debatte darüber, ob Streaming das klassische Fernsehen verdrängt, verliert zunehmend an Bedeutung. Statt eines Entweder-oder rückt ein anderes Verständnis in den Mittelpunkt: Entscheidend ist nicht mehr, wo Inhalte ausgespielt werden, sondern wie Menschen sie konsumieren.

Das beobachtet auch Magdalena Idziak (WPP Media), stellvertretende Vorsitzende der Working Group Digital Video im BVDW:

Porträt von Magdalena Idziak von WPP Media und dem BVDW
Bild: privat

„Die Grenzen zwischen TV und Streaming lösen sich zunehmend auf. Das zeigt sich besonders daran, dass immer mehr Live-Events heute im Streaming stattfinden. Gleichzeitig zählt für die Zuschauer:innen immer weniger der Verbreitungsweg – entscheidend ist hochwertiger Content, jederzeit auf dem größten Bildschirm.“ 

Magdalena Idziak (WPP Media, BVDW)

Auch für Malte Hildebrandt ist diese Entwicklung Ausdruck eines grundlegenden Wandels in der Bewegtbild-Nutzung:

„Die Unterscheidung zwischen linearem Fernsehen und Streaming wird für die Zuschauer immer unwichtiger. Entscheidend ist nicht mehr, über welchen Kanal Inhalte konsumiert werden, sondern dass sie jederzeit verfügbar sind. Für die Vermarkter aus der Screenforce-Familie eröffnet das die Chance, Reichweite, Daten und Präzision intelligent zu kombinieren – mit der emotionalen Kraft des großen Bildschirms und den Targeting-Möglichkeiten digitaler Plattformen.“

Malte Hildebrandt (Screenforce)

Für Marketer:innen bedeutet das vor allem eines: Die Mediaplanung orientiert sich künftig weniger an einzelnen Kanälen als an Zielgruppen, Nutzungssituationen und Reichweiten. TV und Streaming entwickeln sich zunehmend zu einem gemeinsamen Bewegtbild-Ökosystem, in dem emotionale Wirkung und datenbasierte Aussteuerung zusammenkommen.

Wenn nicht jetzt, wann dann? Die Rolle von Live-TV-Events wie der WM 2026

Während Inhalte heute jederzeit und überall verfügbar sind, werden gemeinsame Live-Momente zunehmend zur Ausnahme. Gerade deshalb gewinnen sie für Marken wieder an Bedeutung: Sie schaffen Aufmerksamkeit, emotionale Beteiligung und Gesprächsanlässe und erreichen Millionen Menschen gleichzeitig.

„Live-TV-Events sind heute eines der wertvollsten Umfelder für Werbung, weil das Publikum diese in Echtzeit gemeinsam erlebt. Ob große Shows oder sportliche Wettkämpfe – von ‚Germany’s next Topmodel‘ über ‚Let’s Dance‘ bis hin zu Fußball oder Darts – Live erzeugt Aufmerksamkeit, Emotion und Gesprächsstoff. Wer Live-Events schaut, ist emotional involviert und erlebt den Moment gemeinsam mit Millionen anderen. Genau diese Kombination aus Reichweite, Aufmerksamkeit und Emotion macht Live-Events auf dem Big Screen zu einem enorm wirkungsvollen Werbeumfeld.“

Malte Hildebrandt (Screenforce)

Dass Live-Events ihre besondere Wirkung behalten, zeigt sich auch in aktuellen Marktdaten. Das Marktforschungsunternehmen Civey untersuchte die Wahrnehmung von Markenwerbung rund um die Vorrunde der Fußball-WM 2026. Ein zentrales Ergebnis: Die Telekom, die sich mit MagentaTV die Live-Übertragungsrechte gesichert hatte, erzielte eine besonders hohe Werbewahrnehmung. Gleichzeitig sorgte die Präsenz im Live-Umfeld für ein überdurchschnittlich hohes Involvement der Zuschauer:innen.

Die Studie unterstreicht damit einen Trend, der weit über die Fußball-WM hinausreicht. In einer zunehmend fragmentierten Medienlandschaft gehören große Live-Events zu den wenigen Formaten, die gleichzeitig hohe Reichweiten, Aufmerksamkeit und gemeinsame Erlebnisse schaffen. Für Marken werden sie dadurch zu einem besonders wirkungsvollen Werbeumfeld.

Was kommt nach dem Screenforce Festival? Branchen-Forum 2.0 bei der DMEXCO 2026

Das Screenforce Festival 2026 hat gezeigt: Die Zukunft von Bewegtbild entscheidet sich nicht zwischen TV und Streaming, sondern in ihrem Zusammenspiel. Total Video entwickelt sich zunehmend zum gemeinsamen Bezugsrahmen für Reichweite, Daten und kreative Bewegtbild-Kommunikation.

Viele dieser Diskussionen werden im September auf der DMEXCO weitergeführt. Bereits zum dritten Mal in Folge ist die Screenforce-Initiative Teil Europas führender Digital-Marketing- und Tech-Veranstaltung. Besucher:innen erwarten ein eigener Lounge-Bereich zum Networking sowie ein vielfältiges Programm auf der Future TV Stage mit praxisnahen Einblicken in die Zukunft der Bewegtbild-Werbung.

Malte Hildebrandt blickt deshalb nicht nur auf ein erfolgreiches Festival zurück, sondern auch optimistisch auf die kommenden Monate:

„Ich bin immer noch geflasht von diesem Tag und diesem Abend, und vor allem von dem einzigartigen Zusammenhalt in unserer Branche, der so deutlich zu spüren war. Was ich mitnehme: Gemeinsam bewegen wir mehr! Oder, um es mit den Fantastischen Vier, dem musikalischen Finale des Festivals, zu sagen: „Wir sind zusammen eins!“ 

Malte Hildebrandt (Screenforce)

Diese Themen erwarten dich auf der Future TV Stage:

  • Crossmedia und neue Messstandards
  • KI und Connected TV
  • Neue Zielgruppenstudien und aktuelle Marktentwicklungen

      Du möchtest erfahren, wie sich TV, Streaming und Connected TV zu einem gemeinsamen Total-Video-Ökosystem entwickeln und welche Chancen daraus für dein Marketing entstehen? Dann sichere dir jetzt dein Ticket für die DMEXCO 2026 und erlebe die wichtigsten Köpfe der Branche am 23. und 24. September in Köln live.

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