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Instagram Marketing: 5 Tipps, wie Marken mehr Aufmerksamkeit erreichen

Instagram Marketing macht deine Brand bekannt
Bild: © Hello I’m Nik / Unsplash

21 Millionen Deutsche nutzen Instagram. Diese Zahl veranschaulicht, wie wichtig die Plattform für Unternehmen ist. Die meisten Firmen schöpfen ihr Potenzial jedoch nicht aus. Verwaiste Profile, mangelnde Interaktionsraten und eintönige Inhalte sind der Standard. Somit ist es entscheidend, eine Strategie zu entwickeln, die Kunden begeistert. Beeindruckende Inhalte, auffallende Farben und innovative Ideen ebnen den Weg zum Erfolg. Die meisten Marketingverantwortlichen schrecken vor dem vermeintlich hohen Aufwand zurück. Hierbei handelt es sich jedoch um einen Irrtum. Ein spannendes Markenprofil lässt sich bereits mit geringem Kosten- und Zeitaufwand realisieren.

#1 Das Markenprofil gestalten

Landen Nutzer auf dem Markenprofil, sehen sie als Erstes das Profilbild. Interessenten entscheiden innerhalb eines Sekundenbruchteils, ob sie den „Abonnieren“-Knopf drücken – oder es bleiben lassen. Aus diesem Grund muss das Profilbild überzeugen.

4 Hinweise rund um das Profilbild

Das Instagram-Profilbild ähnelt einem Bewerbungsfoto. Ein unangemessenes Foto ist ein Grund, die Bewerbung auszusortieren. Dasselbe trifft auf das Folgen bei Instagram zu. Unternehmen müssen sich abheben, um nicht aussortiert zu werden. Daher sollten Marken mit einem aufmerksamkeitserregenden Bild überzeugen.

Ein geeignetes Profilbild zeichnet sich aus durch:

  • ein Porträt-Bild ab den Schultern aufwärts (bei Personenmarken),
  • das Firmenlogo (bei Markenprofilen),
  • einen einfarbigen, auffallenden Hintergrund und
  • den Fokus auf der eigenen Person (bei persönlichen Marken).

Tipp: Reduziere das Profilbild auf die wichtigsten Elemente.

Marken-Verantwortliche sollten es vermeiden, das Profilbild zu überladen. Minimalismus ist das entscheidende Stichwort. Bilder mit Freunden und ablenkende Hintergrundmotive sind nicht empfehlenswert. Großunternehmen sollten auf das Firmenlogo zurückgreifen. KMUs können ein Bild des Firmengründers verwenden, um die Bindung zu den Abonnenten zu erhöhen.

Das ist sinnvoll, wenn die Firma den Gründer in den Vordergrund stellt. Weiterhin kann der Fokus auf dem Gründer liegen, wenn die Kunden die Expertise des Selbstständigen schätzen. Dann eignet sich ein Expertenprofil in den sozialen Medien.

Die Markenvorstellung – kurz und knapp

Als Zweites fällt die Profilbeschreibung ins Auge. Marketing-Verantwortliche haben die Chance, die Marke prägnant darzustellen. Eine gute Profilbeschreibung überzeugt die Nutzer. Sie enthält

  • die Unternehmensbeschreibung,
  • das Alleinstellungsmerkmal und
  • einen Handlungsaufruf (engl. Call-to-Action).

Handlungsaufrufe sind Texte wie „Jetzt kaufen!“, „Mehr erfahren“ oder „Angebot einholen“. Alleinstellungsmerkmale helfen Unternehmen, aus der Masse hervorzustechen. Das kann die 20-jährige Garantie, der nachhaltige Ansatz oder die Qualität des Produkts sein.

Es ist wichtig, dass Verantwortliche ihre Zielgruppe im Blick behalten. Die Profilbeschreibung sollte so spannend wie möglich gestaltet werden. Des Weiteren zählt es, den richtigen Ton in der Profilbeschreibung zu treffen.

Spricht das Unternehmen Mütter von Kleinkindern an, ist eine persönliche Ansprache empfehlenswert. Anders sieht es bei einem Solarprojekt aus Italien aus, das Investoren ansprechen möchte. Eine fachliche, neutrale Sprache kann dann der Schlüssel zum Erfolg sein.

#2 Mit den richtigen Hashtags zu mehr Erfolg

Hashtags verschaffen Marken eine enorme Reichweite, insofern Verantwortliche eine gute Recherche betreiben. Hashtag ist aber nicht gleich Hashtag. Die Schlagwörter unterscheiden sich hinsichtlich der Reichweite und des Publikums.

Selbst vermeintlich deutsche Hashtags können überwiegend internationale Beiträge enthalten. #modelpose ist ein Beispiel dafür. Indonesische und russische Nutzer greifen auf diesen Hashtag zurück. Verantwortliche sollten sich die Hashtags daher im Vorfeld ansehen. Damit stellen sie sicher, dass diese die richtige Zielgruppe erreichen.

Des Weiteren ist es entscheidend, eine ehrliche Einschätzung zum Profil vorzunehmen:

  • Kann das Markenprofil mit den größten Wettbewerbern bei der Interaktionsrate mithalten?
  • Wie viele Beiträge gibt es zu diesem Hashtag?
  • Passt der Hashtag zum Beitrag?

Bei den Hashtags ist eine Top-Platzierung entscheidend. Top-Platzierungen bezeichnen die Beiträge, die den Nutzern zuerst ausgespielt werden. Dann wird der Beitrag verstärkt der Zielgruppe angezeigt. Das hat positive Auswirkungen auf die Anzahl der Abonnenten und die Reichweite. Der Instagram Algorithmus bestimmt, ob der Markenbeitrag eine Top-Position erreicht.

Instagram Marketing geht nicht ohne Hashtags
Bild: © Jon Tyson / Unsplash

Dieser Mechanismus orientiert sich an dem prozentualen Anteil der Gefällt-mir-Angaben im Vergleich zur Reichweite (= Interaktionsrate), den Kommentaren sowie Weiterleitungen. Bei Videos kommt noch die Abrufdauer hinzu. Diese bezeichnet, wie lange sich ein Nutzer das Video angeschaut hat.

#3 Instagram Stories: 24 Stunden präsent bleiben

24 Stunden. Instagram Stories verschwinden nach diesem Zeitraum. Daher eignet sich das Format, um einen Einblick hinter die Kulissen zu geben. Des Weiteren eignet sich das Werkzeug für den persönlichen Austausch mit den Abonnenten. Firmen können Umfragen umsetzen, die Fragen der Abonnenten beantworten und ihr Produkt bewerten lassen. Zudem besteht die Möglichkeit ab 10.000 Abonnenten, auf Webseiten zu verlinken. Das kann Unternehmen unterstützen, die Anzahl der Verkäufe bzw. Webseitenbesuche zu steigern.

Highlights richtig einsetzen

Unternehmen setzen Highlights ein, wenn Stories langfristig im Profil sichtbar sein sollen. Das lohnt sich beispielsweise, wenn Marken

  • einen Rundgang durch das Firmengebäude machen,
  • ihre Produkte präsentieren,
  • Mitarbeiter vorstellen und
  • auf häufige Fragen eingehen.

Somit gehören Stories in die Highlights, die Abonnenten einen langfristigen Mehrwert bieten.

#4 Mit Influencern kooperieren

Steht das Profil noch am Anfang, können Influencer-Kooperationen sinnvoll sein. Damit haben Marken die Möglichkeit, in kurzer Zeit ihre Reichweite zu steigern. Die Auswahl der geeigneten Influencer zählt, um erfolgreich zu sein. Marken müssen auf:

  • die Interaktionsrate,
  • den Themenschwerpunkt,
  • die Anzahl der Abonnenten,
  • die Zielgruppe des Influencers,
  • die Preisvorstellungen

sowie die bisherigen Kooperationspartner achten.

Der Themenschwerpunkt ist entscheidend. Beispielsweise ist es für einen Tierfutterhersteller zwecklos, mit einem Fitness-Influencer zu kooperieren. Das Publikum ist das falsche. Der Beitrag spricht die Abonnenten nicht an.

#5 Beiträge analysieren: die Vorgehensweise

Instagram-Nutzer kennen es: Seit Monaten werden Beiträge veröffentlicht, aber der Erfolg bleibt aus. Die Frustration steigt. Viele Entscheider fragen sich: Was machen wir falsch?

Es gibt viele Gründe für den Misserfolg. Eintönige Inhaltsformate, der falsche Veröffentlichungszeitpunkt oder der Nutzen für den Abonnenten fehlt. Um Beiträge richtig analysieren zu können, ist ein Geschäftskonto notwendig. Damit können Marken ihre Zielgruppe analysieren, die Popularität von Beiträgen feststellen und ihre Strategie anpassen.

Doch aufgepasst: Nicht jeder Ratschlag seitens Instagram führt zum Erfolg. Die App zeigt beispielsweise den besten Veröffentlichungszeitpunkt an. Meist liegt dieser zwischen 18 und 21 Uhr. Für Unternehmen kann es jedoch sinnvoll sein, abseits dieser Zeiten Beiträge zu veröffentlichen. Dann ist der Wettbewerb geringer. Der Beitrag erzielt eine höhere Reichweite.

Instagram Marketing – ein Überblick für Marken

Instagram bietet Marken viele Chancen. Unternehmen müssen diese endlich nutzen, um von der Reichweite der Plattform profitieren zu können. Dabei greifen die verschiedenen Funktionen ineinander. Schlussendlich muss der erste Eindruck des Abonnenten positiv sein, um langfristig zu wachsen. Dann gibt es für Unternehmen viele Möglichkeiten, den Umsatz über Instagram zu steigern.

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Niklas Hartmann ist Geschäftsführer der ReachOn GmbH
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