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B2B Marketing auf LinkedIn: 5 praktische Tipps für den Start

B2B Marketing auf LinkedIn bedeutet, Content mit Mehrwert zu teilen und die Zielgruppe immer im Blick zu behalten.
Bild: © itchaznong / Adobe Stock

#1 Auf Content mit Relevanz und Mehrwert achten

Um sichtbar zu bleiben, ist die Versuchung groß, viel und ständig zu posten. Erscheint der geteilte Content jedoch für die gewünschte Zielgruppe nicht relevant, verläuft sich auch ihre Aufmerksamkeit im Sand. Insofern ist es wichtig, sich vor jedem Post die Bedürfnisse deiner Zielgruppe vor Augen zu führen. Stellt sich der geteilte Artikel für sie als informativ heraus? Was könnte sie interessieren?

Für die richtige LinkedIn-Strategie im B2B zahlt es sich aus, aktuelle Branchenthemen zu verfolgen, die zu der Community passen könnten. Neben reiner Information sind aktuelle Themen eine gute Möglichkeit, um sich hervorzuheben und in den Diskurs mit den Followern zu kommen. Diesen Austausch nutzen auch gerne bekannte CEOs und teilen Neuigkeiten und Content mit anderen in ihrer Branche.

#2 Für das B2B-Markting auf LinkedIn verschiedene Content-Formate nutzen

Wirken Beiträge zu textlastig, neigt der Leser dazu, diese nur anzulesen oder direkt wegzuklicken. Um das Interesse des Netzwerks zu behalten, ist es von großer Bedeutung, auch komplexe Inhalte konsumentenfreundlich zu gestalten. LinkedIn bietet dazu selbst einige Formatierungstools, mit denen sich Texte so anpassen lassen, dass sie dem vermittelten Inhalt gerecht werden. Der Upload von Schritt-für-Schritt-Anleitungen per PDF verschafft Usern einen angenehmen Mehrwert.

Auch Bilder oder Videos sind gern gesehene Medien, mit denen B2B Marketing auf LinkedIn besser performt, und sie bekommen eine andere Aufmerksamkeit als reine Textinhalte. Die Schilderung der eigenen Einschätzung oder Expertise zu aktuellen Branchenthemen per Video ist nicht nur eine persönlichere Alternative, sondern lädt auch eher zum Kommentieren und Diskutieren ein. Auch Live-Inhalte werden aktuell von B2B -Influencern häufig genutzt, um aufzufallen und sich von der Masse an Blogposts abzuheben.

#3 Den LinkedIn-Algorithmus für erfolgreiches B2B Marketing anwenden

Wie Google achtet auch LinkedIn auf Qualität und Authentizität der geteilten Inhalte.

Durch strikt funktionierende Spamfilter wird Content in „Spam“, „geringe Qualität“ und „Freigeben“ kategorisiert. Ob ein Post im User-Feed auftaucht, hängt also davon ab, wie der Filter diesen einordnet. Wird ein Beitrag freigegeben und erscheint im Feed, erfolgt die Ermittlung von Interaktionswerten, um die Relevanz und den Mehrwert zu bestimmen. Lohnenswert ist es, sich an anderen erfolgreichen Inhalten zu orientieren und die eigenen Beiträge auf dieser Basis zu optimieren.

Fällt die Interaktion zwischen Beitrag und Usern zu gering aus, wird er als Spam markiert oder ist Usern nicht mehr zugänglich. Ist der Auftritt positiv, findet seitens LinkedIn eine automatische Viralitätsprüfung statt, welche die Authentizität und Relevanz des Contents unter die Lupe nimmt. Inhalte von Spam-Netzwerken erhalten somit keine Förderung durch virale Sichtbarkeit. Im letzten Schritt werden Posts durch Human Editors beurteilt und bei Feststellen seines wertvollen Mehrwerts von diesen sogar weitergestreut. So ist es möglich, dass Inhalte noch Wochen später in der LinkedIn-Timeline auftauchen.

#4 Mitarbeiter aktiv in B2B-Marketing auf LinkedIn einbinden

Sich auf LinkedIn einen Namen zu machen, ist ohne das richtige Fundament keine einfache Aufgabe. Mithilfe von Kollegen und Mitarbeitern fällt der Aufbau eines gemeinsamen und repräsentativen Netzwerks nicht nur leichter, es wird dem Unternehmen außerdem ein konkreteres Gesicht gegeben. Eine vorherige Schulung im Umgang mit der Business-Plattform bietet sich an, um Effizienz und Professionalität hinsichtlich der LinkedIn-Nutzung zu kommunizieren.

Wichtig ist, dass die Mitarbeiter auf ihren Profilen den Arbeitgeber und ihre Position im Unternehmen angeben, damit sie auf der Unternehmensseite erscheinen. Die gemeinsame Mitarbeit am Unternehmensprofil führt auch zu mehr Präsenz im Netzwerk und der Option, zeitnah auf Kommentare von Usern zu reagieren oder in den Diskurs zu treten. Dies vermittelt auf der einen Seite Nahbarkeit, wirkt auf der anderen Seite auch sympathisch gegenüber der Community und ist für das Gewinnen von Followern von Vorteil.

#5 Regelmäßiges Posten ist Pflicht

Die meisten User tummeln sich während ihrer Arbeitszeit auf der Business-Plattform, um sich über die neuesten Entwicklungen in der Branche zu informieren. Es lohnt sich also, in diesen Kernzeiten Beiträge zu teilen, damit sie Beachtung in der Community finden. Eine feste Beitragsroutine, die mehreren Mitarbeitern zugeteilt wird, ermöglicht das regelmäßige Hochladen von Content.

Ein Rhythmus aus festen Werktagen und Uhrzeiten erleichtert nicht nur die Performance: Tauchen Beiträge kontinuierlich auf, stärkt das eine nachhaltige Aufmerksamkeit und hilft dabei, mehr Reichweite zu erzielen. Essenziell ist jedoch, Content ohne Mehrwert zu vermeiden und stets auf die Interessen der gewünschten Zielgruppe zu achten.

Tipp: Relevanter Content darf auch wiederverwertet werden. Erfolgreiche Inhalte durch Content-Recycling abermals sichtbar zu machen, ist nicht nur hilfreich bei Zeitproblemen, sondern erreicht User, die auf den geteilten Beitrag noch nicht aufmerksam geworden sind.

Fazit

B2B Marketing auf LinkedIn bietet gute Chancen, um die Unternehmensperformance zu pushen und mehr Reichweite zu erzielen. Inhaltlich wertvoller Content, der auch mal unterhaltsam sein darf, ist eine sinnvolle Möglichkeit, die eigene Expertise durch interaktive Kommunikation zu vermitteln und sich einen Namen auf der Business-Plattform zu machen.

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