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Toolkit: 21 Tools fürs Social-Media-Management im Überblick

Auf der DMEXCO sind unter anderem zahlreiche Anbieter von Softwaretools für effizientes Social-Media-Management als Aussteller vertreten.
Bild: © Koelnmesse GmbH / Michael Berger

Herausforderung Social-Media-Management

Entgegen der privaten Nutzung von Social Media bringt die professionelle Nutzung verschiedener Kanäle nicht nur Freude, sondern vor allem Aufwand und Arbeit mit sich. Zielgruppenrelevanter, zum Kanal passender und thematisch sinnvoller Content will zunächst wohl recherchiert, verfasst, zusammengestellt und bebildert werden. Dann erfolgt die Anpassung des Contents auf die Anforderungen der verschiedenen Kanäle. Wann ist die Zielgruppe aktiv? Und wie erfolgreich war die Kampagne? Die Analyse vorab und Auswertung danach beanspruchen ebenfalls viel Zeit.

Eine solide Social-Media-Strategie ist ein Muss, um Inhalte und Botschaften eines Unternehmens in die Öffentlichkeit zu tragen. Wer mit seinen Marketingaktivitäten seine Zielgruppen noch erreichen möchte, muss sie schließlich dort abholen, wo sie sich aufhalten – und das sind nun einmal Social-Media-Kanäle. Ob auf Facebook, Twitter, Instagram, YouTube, LinkedIn oder Xing – die meisten Unternehmen bespielen mittlerweile eine Vielzahl verschiedener Kanäle, um ihre Zielgruppen dort abzuholen, wo sie sich bevorzugt aufhält.

Doch der Aufwand lohnt sich. Die Nutzerzahlen von Social-Media-Kanälen steigen kontinuierlich an. Auch in Deutschland wächst die Zahl der im Social Web aktiven Menschen mit der Zahl aktiver Internet-Nutzer stetig.

79Mio.
Internet-Nutzer
38Mio.
Social-Media Nutzer
46%
der Bevölkerung im Social Web

Weltweit stieg 2019 die Anzahl aktiver Internet-Nutzer im Vergleich zum Vorjahr um ganze 9,1 Prozent an.

Was muss ein Tool für Social-Media-Management können?

Die gängigen Erwartungen an ein Social-Media-Tool betreffen vor allem die Erstellung und zentrale Organisation von Postings sowie die Verwaltung sämtlicher Channels. Must-haves eines solchen Social-Media-Planungstools sind:

  • Crossposting: Versenden eines Beitrags in jeweils angepasster Form an mehrere Kanäle
  • Terminiertes und zeitversetztes Posting: Vorab einstellen, wann welcher Inhalt auf welchem Kanal automatisch veröffentlicht wird. Intelligente Tools lernen und schlagen den besten Zeitpunkt für jeden Kanal vor – basierend auf Zielgruppenanalysen und Erfolgsdaten vorheriger Posts
  • Integration einer Bild- und Videobearbeitungssoftware
  • Automatische Anpassung des Contents an die Anforderungen verschiedener Kanäle anhand definierbarer Templates
  • RSS- und Newsfeed-Integration, um Inspirationen zu aktuellen Themen zu erhalten

Gerade für größere Teams ist ein Redaktionsplan mit folgenden Funktionen ein unerlässliches Feature:

  • Zukünftige Beiträge vorab entwerfen und planen
  • Klare Aufgabenzuteilung
  • Zeitgleiche Kollaboration am gleichen Projekt
  • Implementierung individueller Workflows und Freigabeprozesse
  • Nachverfolgung der Änderungshistorie

Zur Ergänzung und übergreifenden Planung behält jedoch auch ein althergebrachter Social-Media-Redaktionsplan durchaus seine Vorzüge.

Analysetools: Monitoring, Social-Media-Monitoring und Social Listening

Monitoring beschreibt die Auswertung von Kampagnendaten und -kennzahlen aus vergangenen Posts. Sämtliche KPIs werden zu Statistiken zusammengetragen und auf ihrer Basis die Wirksamkeit der Social-Media-Kampagne analysiert. Damit verfolgst du den Return of Investment (ROI) oder bist in der Lage, die Effizienz deiner Social-Media-Aktivitäten nachzuweisen. Diese Daten sind beispielsweise für die künftige Budgetplanung von Bedeutung.

Unter Social-Media-Monitoring oder Social-Monitoring versteht man die Observierung und Analyse von Aktivitäten auf Social-Media-Kanälen. Das Social Web wird hinsichtlich Erwähnungen deiner Marke, deiner Wettbewerber, deines Produkts oder nach anderen für dich relevanten Suchbegriffen durchsucht, sodass sich ein detailliertes Stimmungsbild passend zu deiner Fragestellung zeichnen lässt. Du erkennst auf Basis dieser Daten, wie es um deine Markenkommunikation bestellt ist, und identifizierst sich abzeichnende Trends frühzeitig.

Das Social Listening oder Social-Media-Listening geht noch einen Schritt weiter und fragt nach dem Warum, also: „Warum ist das Stimmungsbild aktuell so, wie es ist, und welche Mechanismen stecken dahinter?“ Dazu werden Dialoge, Kommentare und Trends analysiert, die nicht nur deine Marke, sondern die gesamte Branche umfassen. Die Ergebnisse werden aufbereitet und für zukünftige Posts und Interaktionen nutzbar gemacht. Somit hilft Social Listening jedem Social-Media-Manager, künftige Maßnahmen zu planen und deine Social-Media-Strategie effizienter auszurichten.

IRM – Die passenden Influencer finden

Den richtigen Influencer zu finden, der deine Markenbotschaft authentisch an deine Zielgruppe übermittelt, ist nicht einfach. Viele Tools, die datengestütztes Social Listening, Zielgruppen- und Trendanalyse bieten, beinhalten auch die Funktion eines IRM, kurz für Influencer-Relationship-Management. Zudem gibt es zahlreiche Tools und Plattformen, die sich auf diesen Aspekt spezialisiert haben.

Datengestützte Zielgruppen- und Marktanalysen lassen erkennen, welchen Inhalten, Themen und Akteuren im Social Web deine Zielgruppe zugeneigt ist. So erkennst du leicht, wer sich als Markenbotschafter für deine Produkte oder deine Marke eignet und bereits über eine entsprechende Reichweite verfügt. Die entsprechenden Tools ermöglichen einen strukturierten Beziehungsaufbau mit potenziellen Influencern und helfen dir, den Überblick zu behalten.

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Community-Managment-Tools und Social CRM

Kundenkommunikation mithilfe von Social-Media-Kanälen wird für viele Unternehmen zusehends wichtiger. Hier greift das Konzept des Community-Managements und weiterführend des Social CRM. Die beste Social-Media-Strategie nutzt nichts, wenn du am Ende nicht vom eigentlichen Vorteil dieser Medien profitierst, in direkte Interaktion mit den Usern zu treten.

Das bedeutet: Die Antworten und Diskussionen aller User unter all deinen Posts auf allen bespielten Kanälen musst du stets im Auge behalten und in angemessener Zeit entsprechend auf Lob, Kritik oder Hatespeech reagieren. Dies erfordert bei einem Social-Media-Marketing-Mix aus mehreren Kanälen einen erheblichen Arbeitsaufwand.

Ein Community-Management-Tool zentralisiert die Interaktion sämtlicher User mit deinen Inhalten auf allen Kanälen in einem übersichtlichen Feed und benachrichtigt dich, sobald ein Nutzer auf deinen Content reagiert.

Ein Social CRM geht sogar noch einen Schritt weiter und archiviert sämtliche Interaktionen mit Usern, die mit dem Unternehmen in Dialog getreten sind in einer digitalen Kundenakte. So ist es leicht, diese Informationen zu nutzen, um eine Beziehung zu Einzelpersonen der Zielgruppe und Kunden aufzubauen und die Kundenbindung zu intensivieren. Von Vorteil ist dies vor allem auch im Customer Service, da so umgehend auf sämtliche Kundenbedürfnisse reagiert werden kann.

All-in-one-Tool fürs Social-Media-Management oder Insellösung?

Der Markt an Plattformen, Software und Tools bietet inzwischen für jeden Bedarf passende Produkte. Neben den umfassenden All-in-one-Tools, die zahlreiche Funktionen vereinen, gibt es auch Insellösungen, die sich auf einen funktionalen Teilaspekt spezialisieren.

Allerdings ist es angesichts der schieren Fülle verschiedener Optionen zunehmend schwierig, das wirklich für den individuellen Bedarf passende Tool zu finden. Ganz gleich, ob du nach einem Allrounder für dein Social-Media-Management oder einer Insellösung für spezifische Anwendungen suchst: Unser kostenfreies Toolkit „Die 21 besten Social-Media-Tools“ wird dir eine erhebliche Hilfe sein!

Katja Schulz
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