Studie belegt: Positive Werbeumfelder steigern Werbewirkung

Verena Gründel, Gastgeberin der DMEXCO, ordnet eine aktuelle Studie zur Werbewirkung in positiven Werbeumfeldern ein.

Verena Gründel

Positive Werbeumfelder steigern die Werbewirkung. Das zeigt eine aktuelle Studie von Pinterest und Magna, die die Performance von Anzeigen in positiven Umfeldern untersucht hat.

Wie sehen die Studienergebnisse konkret aus?

✅ +35% higher purchase intent on positive platforms

✅ +49% improved brand sentiment on positive platforms

✅ +44% increase in brand preference on positive platforms

✅ Up to 94% higher purchase intent compared to non-positive platforms

✅ +20% higher emotional engagement with content on positive platforms

✅ +15% longer ad viewing time on positive platforms

Was ist eine positive Plattform?

Die Studienteilnehmer definierten „Positiv“ individuell für sich, die Studie wird hier nicht konkret.

Pinterest selbst positioniert sich schon seit einigen Jahren als positive Plattform. Der Algorithmus ist nach Unternehmensangaben auf ein positives Erlebnis optimiert, nicht auf Engagement – und damit auf Inhalte, die starke Emotionen hervorrufen, was oft Wut, Empörung und Angst sind.

Mein persönlicher Take zu diesen Studienergebnissen

Für mich persönlich sind die Ergebnisse der Studie gute Nachrichten. Sie zeigen: Nicht nur Aufreger-Content weckt die Aufmerksamkeit der Menschen. Auch wenn die Welt gerade durchzudrehen scheint: Positives kommt an!

Markenbildung, die auf Positivität basiert, ist in unsicheren und aufgeheizten Zeiten auf sozialen Plattformen von entscheidender Bedeutung. Und es ist unter Umständen eine Chance zur Differenzierung.

Werbeumfelder: Was noch getan werden muss

Eine weitere wichtige Erkenntnis steckt im Detail: Bisher ist die Stimmung, das Sentiment von Werbeumfeldern nicht messbar und kann damit nicht austomatisiert in die Kampagnenplanung einfließen. Es ist ein Bauchgefühl der Marketer.

Das sollte sich ändern. Werbetreibende müssen die Stimmung der Nutzer pro Plattform identifizieren können. Vielleicht braucht es dafür eine neue Werbemetrik. Nur so können Werbetreibende positive (oder auch anders geframte) Räume erkennen und nutzen.

Im nächsten Schritt sind die Werbungtreibenden gefragt, Kampagnen zu kreieren, die die positive Energie der Plattform widerspiegeln, sich dort authentisch präsentieren, kommunizieren und die soziale Wirkung der Marke hervorheben.

Bisher fährt Pinterest mit dem Positivity-Ansatz sehr erfolgreich. Schließlich ist die Positionierung der Plattform unique und attraktiv:

  • Die Werbeeinnahmen weltweit wuchsen 2024 um 19 Prozent.
  • Pinterest profitiert von der Unsicherheit rund um ein mögliches TikTok-Verbot in den USA. Während die CPMs von TikTok laut Adroll um 80% YoY gesunken sind, sind die von Pinterest um 120 % gestiegen.

Pinterest hat bewiesen, dass ein positiver Raum nicht nur gut für die Nutzer:innen, sondern auch für das Geschäft ist.

Happy Weekend