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So vermeidest du Burnouts im kreativen Prozess

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Fühlst du dich dauerhaft erschöpft oder energielos? Hast du eine große mentale Distanz zu deinem Arbeitsplatz oder verbindest negative Gefühle mit deiner Arbeit? Dann könnten das laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) die ersten Anzeichen für ein Burnout sein.

“Work-Life-Balance” zum Trotz: Marketer sind prädestiniert für Burnouts

Das Burnout-Syndrom ist eine Folge von chronischem Stress am Arbeitsplatz. Stress, der nicht erfolgreich bewältigt wurde und somit psychische wie physische Spuren hinterlässt. Der Begriff Burnout bezieht sich dabei speziell auf Phänomene im beruflichen Kontext. Die Zahl der Betroffenen nimmt stetig weiter zu, weshalb die WHO das Burnout-Syndrom Anfang des Jahres in ihre Liste der offiziellen medizinischen Diagnosen mit aufgenommen hat.

Marketer sind dabei besonders prädestiniert, ein Burnout zu erleiden. Paradoxerweise liegt das vor allem an der Vielzahl der Möglichkeiten, die Marketer heute haben. Denn damit steigen nicht einfach die Umsätze oder die Zahl der Leads, sondern entsprechend auch die Kundenanforderungen. Die verfügbaren Ressourcen bleiben hingegen in den allermeisten Fällen auf demselben Level. Hinzu kommt: “Marketer legen mehr Wert auf die Optimierung der Kanäle, als auf die Verbesserung der Prozesse”, so Dave King, CEO von Asana auf der diesjährigen DMEXCO.

Zu viele Nebengeräusche: Warum sich 80 Prozent der Marketer überarbeitet fühlen

Gemeinsam mit 4Media hat Asana in einer aktuellen Studie herausgefunden, dass der moderne Marketer 60 Prozent seiner Arbeitszeit damit verbringt, sich mit Dingen über seine Arbeit, aber nicht mit den eigentlichen Aufgaben selbst zu beschäftigen. Das können beispielsweise Status-Meetings oder auch E-Mails sein. Kollaborationstools, die vermeintlich Abhilfe schaffen sollen, können diesen Effekt sogar noch verstärken. Mit schwerwiegenden Folgen.

80 Prozent der Marketer sagen, sie sind überarbeitet. Ganze 75 Prozent zeigten deutliche Zeichen eines Burnouts innerhalb des letzten halben Jahres.

Quelle: Studie Asana & 4Media

Um den Stresspegel zu senken gilt es laut Dave King zwei wesentliche Probleme zu lösen:

1. Mangelnde Transparenz bei Workloads

In ihrer Studie hat Asana entdeckt, dass 93 Prozent aller Befragten tatsächlich glauben, härter als ihre Kollegen zu arbeiten. Dadurch entwickelt sich ein Frustgefühl. Auch die WHO gibt an, dass schlechte Kommunikation und unklare Aufgaben eine negative Auswirkung auf die Psyche am Arbeitsplatz haben. Neben einer transparenten Kommunikation geht es also vor allem auch darum, den Workload einzelner Personen sichtbar zu machen. Eine mögliche Lösung hierfür ist ein verbessertes Projektmanagement.

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    2. Unternehmenskultur anpassen
    Es ist wichtig, dass eine Wohlfühlatmosphäre auf der Arbeit geschaffen wird. Diese Aufgabe liegt in erster Linie bei den Teamleads und dem Management, aber auch die Mitarbeiter müssen mithelfen, damit sich jeder am Arbeitsplatz wohlfühlen kann. Die WHO schlägt hierfür Maßnahmen vor, die einerseits über mentale Krankheiten wie Burnouts aufklären, andererseits aber auch den Workload reduzieren.

    Dave King hat für sein Unternehmen noch eine andere Lösung gefunden. Asana versucht den Stresslevel seiner Mitarbeiter möglichst gering zu halten, indem ein Tag nur für “Deep Work” genutzt wird. Keine Meetings, keine E-Mails. Sich einfach nur auf die eigentliche Arbeit zu konzentrieren. Laut King steigt damit die Produktivität und positive Einstellung der Mitarbeiter gegenüber ihrer Arbeit.

    Fazit

    Viele Arbeitnehmer, insbesondere Marketer sind mittlerweile vom Burnout-Syndrom betroffen. Um die Zahlen möglichst gering zu halten gilt es, Transparenz und Verständnis am Arbeitsplatz zu schaffen sowie die Anzeichen rechtzeitig zu erkennen und dann entsprechend zu handeln. Mehr zum Thema findest du auch auf der Seite der WHO.

    Dave King war auf der DMEXCO 2019 auch Gast in unserem DMEXCO Podcast. Erfahre von ihm mehr über das Thema Produktivität und Projektmanagement. Hier gehts zur Folge.

    Michaela Fränzer (c) pr://ip
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