Programmatic DOOH: Das am schnellsten wachsende Screen-Geschäft
Digital Out-of-Home (DOOH) verschiebt sich rasant von Direktbuchungen zu programmatischem Einkauf. Hier zeigen wir, wie sich dieser Wandel für Einkäufer:innen in Deutschland auswirkt und warum garantiertes DOOH-Inventar zunehmend zum Standard wird.
Jahrelang bedeutete der Einkauf von Digital-Out-of-Home-Werbung (DOOH), zum Telefon zu greifen, mit einem Vertriebsteam Konditionen auszuhandeln und einen Screen oder ein Netzwerk Wochen im Voraus zu buchen. Dieses Modell gibt es nach wie vor, und für manche Kampagnen ist es weiterhin die richtige Wahl. Das Wachstum im Kanal kommt aktuell jedoch nicht aus direkten Insertion-Order-Buchungen. Es kommt aus dem programmatischen Einkauf, und dieser Wandel vollzieht sich schneller, als es die Branche erwartet hatte.
Das ist relevant, weil DOOH im Vergleich zum klassischen Out-of-Home noch ein junger Kanal ist. Screens erschließen laufend neue Formate und neue Standorte, und Einkäufer:innen, die DOOH bisher als vierteljährlich verhandelte, agenturgesteuerte Budgetposition behandelt haben, beginnen, den Kanal wie digitale Medien zu behandeln: als etwas, das sie selbst planen, anpassen und nach eigenem Zeitplan aktivieren können. Programmatisches DOOH wächst im Vergleich zu Direktbuchungen so stark, weil es genau die Teile des alten Prozesses eliminiert, die nie wirklich skaliert haben: die manuelle Verhandlung, die mehrtägige Vorlaufzeit und die Unsicherheit, ob das gebuchte Inventar zum Kampagnenstart tatsächlich verfügbar ist.
Warum Deutschland bei diesem Wandel vorangeht
Deutschland steht an der Spitze dieses Wandels. Einkäufer:innen hierzulande warten nicht darauf, dass ein Managed Service für sie einen DOOH-Plan erstellt. Sie wollen ein Tool öffnen, ein Briefing hinterlegen und einen Plan sehen, den sie selbst aktivieren können, genau wie bei einer Social- oder Search-Kampagne. Optimiert wird dabei auf klare Größen: Reichweite innerhalb einer Zielgruppe, die Konzentration dieser Zielgruppe rund um bestimmte Screens oder Standorte und, insbesondere für Retail- und QSR-Marken, Store-Besuche im Umfeld der Screens.
Diese Vorliebe für den Self-Service ist keine Notlösung für kleinere Budgets oder einfachere Kampagnen. Sie zeigt sich über alle Markengrößen hinweg, weil der eigentliche Reiz Geschwindigkeit und Kontrolle ist, nicht der Preis. Wer die Zielgruppenkonzentration rund um eine Reihe von Screens selbst sieht und den Plan eigenständig anpassen kann, ohne auf einen Vertriebszyklus zu warten, erhält am Ende eine Kampagne, die zu dem Moment passt, für den sie gedacht war, und nicht zu dem Moment, an dem eine Verhandlung zufällig abgeschlossen wurde.
Vom Versprechen zur Garantie
Tools, die für diese Art von Einkäufer:innen entwickelt wurden, unterscheiden sich zunehmend vom traditionellen DOOH-Vertriebsprozess. Statt eines verhandelten Angebots hinterlegt ein:e Einkäufer:in ein Briefing und erhält innerhalb von Minuten statt Tagen einen aktivierten Plan, hinter dem reales Inventar steht und keine Schätzung, die später noch angepasst wird. Perions eigene Version davon, der Ask Perion DOOH Planner, greift auf mehr als 590 Media Owner und 1,6 Millionen Screens zu, wobei Platzierungen innerhalb von Enterprise Demand Side Platforms (eDSPs) garantiert sind, statt lediglich zugesagt zu werden. Dieser Unterschied, garantiertes Inventar gegenüber einer Schätzung, entscheidet häufig darüber, ob ein:e Einkäufer:in eine Kampagne mit Zuversicht planen kann oder eine Unsicherheitsmarge einplanen muss.
Derselbe Wandel vollzieht sich bei der Erfolgsmessung. Einkäufer:innen erwarten zunehmend, ihre eigenen Platzierungen über DSP-Logs prüfen zu können, statt die Zusammenfassung einer Plattform zur Kampagnenleistung einfach hinzunehmen. Für einen Kanal, der Werbetreibenden historisch viel Vertrauensvorschuss abverlangt hat, von Screen-Zahlen bis zu Zielgruppenschätzungen, ist dieses Maß an Transparenz eine substanzielle Veränderung und keine kosmetische.
Dabei geht es nicht darum, die Erfahrung zu ersetzen, die eine starke DOOH-Kampagne ausmacht: die richtigen Standorte, das richtige Creative, den richtigen Moment, um vor einer Zielgruppe präsent zu sein. Es geht darum, die Reibung zu entfernen, die früher zwischen dieser Erfahrung und ihrer Umsetzung lag. Ein Plan, für den früher eine Woche Hin und Her mit einem Vertriebsteam nötig war, lässt sich heute in der Zeit erstellen und aktivieren, die eine Kaffeepause dauert, ohne dabei das garantierte Inventar oder die Zielgruppenpräzision zu verlieren, die DOOH überhaupt erst lohnend gemacht haben.
Genau diese Geschwindigkeit ist auch der Grund, warum programmatischer Einkauf Anteile von Direktbuchungen übernimmt, statt lediglich als Nischenoption daneben zu bestehen. Wenn der Self-Service-Weg schneller, transparenter und ebenso zuverlässig ist, gibt es weniger Grund, aus reiner Gewohnheit auf den langsameren Prozess zurückzugreifen. Der Kanal reift dabei nicht, indem er anderen digitalen Medien ähnlicher wird. Er reift auf seine eigene Art, indem er DOOH-Einkäufer:innen endlich dieselbe Geschwindigkeit und Verlässlichkeit bietet, die andere programmatische Kanäle schon seit Jahren bieten.
Live erleben auf der DMEXCO
Perion ist auf der DMEXCO 2026 vertreten, am 23. und 24. September in Köln, Halle 8.1, Stand D058, mit dem Ask Perion DOOH Planner live am Stand. Besucher:innen sind herzlich eingeladen, ein Briefing mitzubringen und live zu erleben, wie in wenigen Minuten ein echter DOOH-Plan entsteht, oder einfach vorbeizuschauen, um zu besprechen, wie sich der Wandel zum programmatischen Einkauf für den eigenen Markt und die eigenen Screens auswirkt.