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Mission Female – Gründerin Frederike Probert im Interview

Mission Female – so stärkt das Netzwerk den gemeinsamen Austausch unter Frauen in der Arbeitswelt.
Copyright: ©Mission Female

Unter dem Motto #strongertogether bietet Mission Female erfolgreichen Frauen ein exklusives Netzwerk. Was zeichnet dieses Netzwerk aus und was macht es so besonders?

Frederike Probert: Mission Female zeichnet sich zum einen durch die Kombination hochkarätiger Top-Level Manager:innen, Entscheidungsträger:innen aus dem Mittelstand und erfolgreicher Unternehmer:innen aus. Dazu zählen Member wie Tina Müller (Douglas), Maria Gräfin v. Scheel-Plessen (Montblanc), Esther Recktenwald (Accenture), Julica Hauke (Grabarz+Partner) und Sibel Boner (BBC Global). Unser anderer USP ist, dass wir branchenübergreifend agieren und bei uns verschiedene Schwerpunkte wie Digitalisierung, Technologie, Medien, FMCG, Finanzen und Recht vertreten sind. Last but not least macht „Mission Female“ die persönliche, verbindliche Zusammenarbeit einzigartig. Damit das auch so bleibt, ist unsere Mitgliederzahl auf 100 Member limitiert. Aktuell liegen wir bei 83, wer mitmischen möchte, sollte sich also bald melden.

Inhaltlich unterscheiden wir uns von anderen Netzwerken vor allem dadurch, dass wir nicht mehr nur über Diversity in Führungsetagen sprechen, sondern aktiv handeln. Durch unsere Vernetzung untereinander machen wir es unseren Members möglich, ins Top-Management aufzusteigen.

Stichwort „Female Empowerment“: Wie und mit welchen Projekten/Formaten stärkt ihr den gemeinsamen Austausch und helft Frauen bei ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung?

Frederike Probert: Wir bauen in diesem Bereich auf 4 Säulen: Erstens das Netzwerk und den gemeinsamen Austausch untereinander sowie mit externen Entscheider:innen. Zweitens die persönliche Entwicklung durch Coachings in den Bereichen Medientraining, Personal Branding und Sichtbarkeit. Letzteres erreichen wir, indem wir unsere Members auf unseren verschiedenen Kanälen und Veranstaltungen – wie unserem Panel auf der DMEXCO – sichtbar machen.

Zu guter Letzt gehört auch unser aktives Engagement in Form der #webelieve Initiativen dazu. Damit sind wir in verschiedenen aktuellen politischen Bereichen, beispielsweise Female Empowerment aktiv. Zum Beispiel unterstützen wir Gründer:innen in Form eines Mentoring-Programms sowie mit Investments. Auch unsere Female Boards-Initivative gehört dazu. Darin qualifizieren und zertifizieren wir angehende Top-Manager:innen und positionieren sie in Beiräten, Aufsichtsräten oder Vorständen.

Mit der Corona-Krise hat sich die gewohnte Arbeitswelt für viele Menschen schlagartig verändert. Inwieweit bietet die rasche und weitgreifende Etablierung neuer und flexibler Arbeitsmodelle Frauen zusätzliche Chancen, eine Führungsrolle zu übernehmen?

Frederike Probert: Viele Unternehmen haben in der Pandemie auf digitale Arbeitsmodelle umstellen müssen – und festgestellt, dass Mitarbeiter:innen im Home Office genauso gut oder sogar besser arbeiten als im Büro. Viele werden daher hoffentlich dabeibleiben. Solche flexiblen Arbeitsmodelle, kombiniert mit flexiblen Arbeitszeiten, eröffnen Frauen neue Chancen auch in Führungspositionen aufzusteigen. Außerdem beschleunigt sich durch Remote Work die Internationalisierung der Arbeitswelt, was ebenfalls neue Chancen in Hinsicht auf Diversity öffnet. Wir als Mission Female merken es ja gerade selbst: Wir haben kürzlich ein Team mit 10 Leuten eingestellt, die zu 100 % remote arbeiten – aus Hamburg, München, Augsburg, Düsseldorf und Stuttgart. Das funktioniert wunderbar und ist nicht nur für uns eine Chance. Schließlich müssen Unternehmen mit Remote Work nicht mehr schauen, wer bereit ist, an den Arbeitsort zu ziehen, und gut ist, sondern können die besten Köpfe unabhängig vom Wohnort auswählen.

Ihr veranstaltet ein Panel auf der DMEXCO @home. Welche Agenda habt ihr euch für diese Veranstaltung vorgenommen und welche Inhalte werdet ihr dort diskutieren?

Frederike Probert: Einige unserer hochkarätigen Mission Female Members mit expliziter Digitalexpertise, nämlich Daniela Bojahr (Statista), Christina Kiehl (congstar), Rosa Markarian (Amazon) und Stefanie Tannrath (Universal McCann) sprechen über die Macht von Netzwerken für den nächsten Karriereschritt bis in Top Management.

Konkret geht es in unserem Panel um die Herausforderungen, denen Frauen im Berufsleben begegnen und mit welchen Maßnahmen sie diese überwinden. Wir stellen spezifische Rahmenbedingungen vor, mit denen sich Frauen ein branchenübergreifendes Netzwerk schaffen und sich gegenseitig unterstützen. Jede Frau, die aufsteigt, verändert so die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und ermöglicht es gleichzeitig noch eine Reihe anderer, ebenfalls in Führungspositionen zu gelangen. Dort stoßen sie weitere Veränderungen an und immer so weiter. Dieser Ansatz sorgt auf Dauer nicht nur für mehr Diversity, sondern auch für bessere Geschäftsergebnisse. Studien zeigen nämlich eindeutig, dass heterogene Teams mit einer diversen und inklusiven Führungskultur besser performen als homogene.

Alle wichtigen Infos zum Panel „The Power of Networking“ findest du auf unserer DMEXCO Community-Plattform.

„Setting new Priorities“ lautet das Motto der DMEXCO 2021. Was bedeutet das für dich? Welche neuen Prioritäten und Schwerpunkte möchtest du in deiner Arbeit künftig setzen?

Frederike Probert: Persönlich werde ich zukünftig noch digitaler arbeiten, so weit wie möglich auf Geschäftsreisen verzichten und nur noch persönliche Treffen im Rahmen von Mission Female Events in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, München, Stuttgart, Wien und Zürich besuchen. Das liegt daran, dass wir im Netzwerk sehr persönlich arbeiten und ich den direkten Kontakt zu unseren Members sehr schätze.

Außerdem starte ich im Spätsommer 2021 ein persönliches Projekt: 6 Wochen „Worcation“ von der Costa Blanca aus. Dabei möchte ich rein remote arbeiten und mir selbst beweisen, dass 100 % digitale Arbeit möglich ist, auch mit einem wachsenden Team. Arbeit und Freizeit verschmelzen immer mehr miteinander. Ich bewerte das als eine positive Entwicklung und möchte diesen Trend auch aktiv (vor-)leben.

Mit welchen Erwartungen gehst du in die DMEXCO @home und worauf freust du dich neben eurem Panel besonders?

Frederike Probert: Ich habe vor Mission Female 20 Jahre in der Digital- und Tech-Branche bei Microsoft: AppNexus – jetzt Xandr – und meinen eigenen Tech-Start-Ups gearbeitet und freue mich, ehemalige Wegbegleiter:innen wieder zu treffen. Außerdem sehe ich es als großen Erfolg, mit unserem Panel den Frauenanteil auf der Bühne zu erhöhen und unsere Speaker:innen prominent zu platzieren. Sichtbarkeit ist essenziell für eine aktive Karrieregestaltung.

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