KPI-Einbruch? 4 Strategien für mehr KI-Sichtbarkeit
Deine Reportings zeigen einen deutlichen Sichtbarkeitsverlust? Damit bist du nicht allein: Zero-Click-Searches und KI-Tools verändern das Suchverhalten gerade grundlegend. Wie du deine Sichtbarkeit in KI-getriebenen Umfeldern gezielt steigerst, erfährst du hier.
Sichtbarkeit in LLMs statt Website-Klicks
Wenn du nur misst, wie viele Nutzer:innen auf deiner Website landen, sehen deine Zahlen wahrscheinlich schlecht aus. Doch dahinter steckt ein grundlegender Wandel mit neuen Anforderungen: Du musst nicht mehr primär über deine Website sichtbar sein. Mindestens ebenso wichtig ist es, bei Large Language Models (LLMs) wie ChatGPT, Gemini, Copilot, Claude und Co. genannt zu werden.
Du musst nicht mehr auf der Suchergebnisseite von Google auf Rang eins sein, sondern vielmehr in Zero-Click-Searches und LLMs Teil der Antworten werden. Die gute Nachricht: Ob du in LLMs genannt wirst, ist kein Zufall. Du kannst aktiv darauf optimieren.
KI-Sichtbarkeit steigern: Das funktioniert jetzt
In den vergangenen Monaten hat sich zunehmend klar gezeigt, welche Maßnahmen zu mehr Sichtbarkeit führen. Mittlerweile hat sich – analog zu SEO – Large Language Model Optimization (LLMO) als eigene Disziplin etabliert. Die Erkenntnis: Die folgenden vier Strategien beeinflussen beeinflussen maßgeblich die Sichtbarkeit deiner Marke.
#1 Metadaten und Aufbau: Struktur schlägt Chaos
LLMs können Inhalte nur dann zuverlässig verarbeiten, wenn sie klar strukturiert sind. Je einfacher du es den Modellen machst, Informationen zu erkennen und einzuordnen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass deine Inhalte in Antworten auftauchen.
Deine To-Dos für mehr Sichtbarkeit:
- Verwende eine klare HTML-Struktur, pflege Metadaten sorgfältig und nutze Alt-Tags, um die Inhalte von Grafiken für Maschinen zugänglich zu machen.
- Achte darauf, deine Inhalte nicht hinter Login-Zugängen oder Paywalls zu verstecken. Dann können sie von LLMs nämlich nicht verarbeitet werden.
#2 Inhaltliche Gliederung: Informationsblöcke statt langer Fließtexte
In der Kürze liegt die Würze: LLMs bevorzugen klar abgegrenzte Textblöcke mit sprechenden Überschriften, die sie schnell erfassen können.
Deine To-Dos für mehr Sichtbarkeit:
- Jede Information sollte ihren eigenen Absatz bekommen. Nutze dafür sprechende H2-Überschriften und ergänze bei Bedarf H3- und H4-Überschriften. So kannst du Unterthemen abhandeln, ohne dass menschliche und maschinelle Leser:innen den Überblick verlieren.
- Verfasse Inhalte, die von LLMs direkt als Snippets übernommen werden können. Verwende dazu prägnante Definitionen, klare Aussagen und sauber strukturierte Absätze. Das erhöht die Anzahl an Nennungen deiner Marke.
#3 Ausgangslage: Schreib für Prompts, nicht für Keywords
Früher war die Keywordrecherche das Maß aller Dinge, wenn du sichergehen wolltest, dass deine Texte Suchbedürfnisse erfüllen. Keywords bleiben weiterhin wichtige inhaltliche Marker, um die du deinen Text aufbauen kannst. Doch mittlerweile wird es wichtiger, dass dein Content konkrete Fragen beantwortet, die Nutzer:innen LLMs stellen. Das erleichtert es den KI-Tools, deinen Content mit den Anfragen der Nutzer:innen zu verknüpfen.
Deine To-Dos für mehr Sichtbarkeit:
- Recherchiere gezielt nach Nutzer:innenfragen und schneide deinen Content auf diese Fragen zu.
- Baue einen FAQ-Bereich für deinen Blog oder deine Website auf. Biete den Leser:innen und den Systemen zudem Kurzzusammenfassungen mit den wichtigsten Inhalten deiner Seite.
- Achte darauf, bei FAQs die Fragen direkt im ersten Satz zu beantworten. Storytelling hat hier nichts zu suchen.
- Nutze Elemente wie Bullet Points, Listen, Infoboxen und Tabellen. Achte bei Tabellen darauf, sie nicht als Bilder einzubauen, da LLMs diese nicht oder nur schwer verarbeiten können.
#4 Thought Leadership: Autorität entscheidet
LLMs wollen verlässliche Antworten liefern. Deshalb greifen sie bevorzugt auf Quellen zurück, die sie als vertrauenswürdig einstufen. Das bedeutet für deine Marke: Deine Sichtbarkeit entsteht nicht nur auf deiner eigenen Website, sondern im gesamten digitalen Ökosystem.
Deine To-Dos für mehr Sichtbarkeit:
- Baue gezielt Content auf, der die Expertise deines Unternehmens sichtbar macht.
- Positioniere deine Marke durch Gastbeiträge und Community Posts auf Social Media als Thought Leader.
- Ordne deine Blogbeiträge und Posts klar einzelnen Autor:innen zu und mache ihre Rolle als Expert:innen sichtbar. Das stärkt das Vertrauen von LLMs und menschlichen Nutzer:innen gleichermaßen.
Best Practices: Das funktioniert immer noch
Bei aller Optimierung für LLMs gilt: Deine Website bleibt ein zentraler Touchpoint für deine menschliche Zielgruppe. Nutzer:innen, die tiefer in Themen einsteigen wollen oder eine konkrete Kaufabsicht haben, klicken sich weiterhin durch und konvertieren auf deiner Seite. Deshalb ist es wichtig, dass du den Menschen nicht aus dem Blick verlierst:
- Biete eine intuitive Navigation und klare Nutzer:innenführung
- Sorge für eine klare Informationsarchitektur
- Formuliere überzeugende und klare CTAs
Wer macht in Zeiten der KI Sichtbarkeit messbar?
LLM-Sichtbarkeit zu messen, stellt die meisten gängigen Programme noch vor große Herausforderungen. Die letzten Monate haben jedoch deutliche Fortschritte gezeigt. Neben den Innovationen etablierter Tools wie SE Visible sind es Start-ups wie Peec AI und Profound, die neue Messlösungen für diese neuen KPIs anbieten.
Mit diesen Tools kannst du konkret nachvollziehen:
- Bei welchen Prompts du auftauchst (oder nicht)
- Wo deine Sichtbarkeitslücken liegen
- Mit welchen Inhalten deine Wettbewerber in LLMs zitiert werden
So bekommst du einen Überblick darüber, wie gut deine Inhalte bereits in den Antworten der LLMs präsent sind und wo du deine KI-Sichtbarkeit noch gezielt ausbauen kannst.
Verpass keine wichtigen Neuigkeiten aus der digitalen Marketing-Welt, national und international! Abonniere den neuen DMEXCO Newsletter „Digital Digest“ und erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag die aktuellen Infos direkt in dein Postfach.