KI-Erfolg: Was die besten 6 % anders machen
Fast 90 Prozent der Unternehmen nutzen KI, doch nur 6 Prozent profitieren finanziell. Verena Gründel fasst zusammen, was die KI-High-Performer anders machen und was Unternehmen daraus lernen können.
KI in Unternehmen: Aktuelle Zahlen von BVG und McKinsey
BCG und McKinsey sind sich einig. Während knapp 90 Prozent der Unternehmen KI nutzen, profitieren laut beiden nur 6 Prozent auch finanziell signifikant von KI. BCG sagt, dass lediglich besagte 6 Prozent der Unternehmen einen nennenswerten Wert in Form von reduzierten Kosten oder gesteigerten Umsätzen erzielen. Auch laut McKinsey sind es nur 6 Prozent, die mindestens 5 Prozent ihres EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) der KI-Nutzung zuschreiben.
Beide sagen, dieser Anteil habe sich seit 2025 praktisch nicht verändert. Das Wissen dieser High Performer scheint bisher nicht in die breite Wirtschaft zu diffundieren. Das wollen wir ändern. Deshalb sprechen wir auf der DMEXCO in vielen Sessions genau darüber.
Vorab aber fasse ich euch hier kurz zusammen, was die beiden Beratungen über die Erfolgsfaktoren herausgefunden haben:
- Anstatt KI lediglich in bestehende Arbeitsabläufe zu integrieren, gestalten die High Performer ihre Workflows grundlegend neu und designen Prozesse um KI-gestützte Entscheidungen herum.
- Sie messen den Erfolg nicht in gesparten Stunden. Sie verknüpfen ihre KI-Initiativen direkt mit der Gewinn-und-Verlust-Rechnung (GuV), indem sie beispielsweise Ausgaben für Dienstleister reduzieren oder den Durchsatz erhöhen.
- Die Top-Performer verzetteln sich nicht in unzähligen Pilotprojekten, sondern konzentrieren sich aggressiv auf wenige Kernbereiche mit dem höchsten Potenzial.
- Senior-Führungskräfte dieser Organisationen demonstrieren echtes Ownership und Commitment für KI-Initiativen; sie fungieren als Rollenvorbilder und stellen eine kontinuierliche Finanzierung sicher.
- Während die meisten Unternehmen KI primär zur Effizienzsteigerung nutzen, verfolgen die High Performer zusätzlich Wachstums- und Innovationsziele.
- Sie nutzen eine breitere Palette von Werkzeugen, insbesondere KI-Agenten, und setzen verstärkt auf Inhouse-Entwicklung von Software.
- Außerdem steuern sie die Kosten für Tokens und Rechenleistung aktiv, um die Wirtschaftlichkeit ihrer Lösungen sicherzustellen.
Klingt easy, oder? Ganz so leicht scheint es leider nicht zu sein.
Wenn du tiefer und praktischer einsteigen willst, lege ich dir zum Beispiel unser Panel „When Intelligence Scales: Turning AI into Real Competitive Advantage“ (Tag 1, Center Stage), mit Gamma, IBM, Meta, Luquom, Taxfix und Digiday ans Herz.