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Immer mehr auf dem Radar: eSport

Immer mehr auf dem Radar: eSport
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20.000 Besucher? Das hat manches Fußball-Bundesliga-Spiel nicht; zugegeben, die der kleineren Teams. So viele Gäste werden es nach der Schätzung der Veranstalter wohl werden, wenn in der Barclay Arena in Hamburg Ende Oktober das ESL One Hamburg stattfindet. An mehreren Tagen kämpfen insgesamt 12 Teams in Dota 2 gegeneinander. Erst vor wenigen Tagen hat Mercedes Benz die weitere Unterstützung der Liga angekündigt. Die Prognosen für den eSport-Markt sieht das Beratungsunternehmen Price Waterhouse Coopers (PwC) nahezu grandios.

Bereits 2017 erwirtschaftete die eSport-Branche global mehr als 555 Millionen Euro, laut dem Global Entertainment and Media Outlook 2018 von PwC werden 1,4 Milliarden Euro für 2022 prognostiziert. Davon entfallen rund 32 Prozent auf das Sponsoring. Bei den Asienspielen 2018 war eSport erstmals Demonstrationssportart. Das zeigt die wachsende Bedeutung, die der Sport weltweit hat. Bis zum Jahr 2022 werden sich die Erlöse nach PwC-Prognose in etwa verdreifachen. Die umsatzstärksten Länder sind die USA mit einem Umsatz von 165 Millionen Euro, gefolgt von Südkorea (140 Mio. Euro) und China (105 Mio. Euro) im Jahr 2017. Deutschland behauptet weltweit einen vierten Platz (51 Mio. Euro) und lässt alle anderen europäischen Länder weit hinter sich.

Europäische und amerikanische Firmen, die potenzielle Absatzmärkte in Asien sehen, können ein eSport-Engagement für ihre Werbezwecke nutzen und von der besonders hohen eSport-Affinität in asiatischen Ländern wie etwa China profitieren. Bundesligisten, die für ihren Fußballverein bereits Marketingaktivitäten in China betreiben, können nun auch die eSport-Sparte nutzen, um so eine größere Reichweite in China zu erzielen und mehr junge, vor allem männliche Fans für sich zu gewinnen. Wie viele andere Fußballvereine ist Schalke 04 bereits seit einigen Jahren in China aktiv und erreicht dort über 20 chinesische Medienkanäle täglich rund 1,3 Millionen Chinesen. Bei einem chinesischen eSport-Publikum, das laut Newzoo 125 Millionen Menschen umfasst, wird diese Zahl nur wachsen, wenn Schalkes League-of-Legends-Team sich in Turnieren einen Namen macht.

Mit der Verlängerung der Partnerschaft verstärkt Mercedes-Benz sein bestehendes Engagement in einem rasant wachsenden Bereich. Bis zu 205 Millionen Menschen weltweit verfolgen jährlich die sportlichen Wettkämpfe im Internet, die die ESL seit 18 Jahren organisiert. Der im Jahr 2017 geschlossene Vertrag mit Mercedes-Benz wird nun ausgebaut. Das Engagement bei den ESL One Dota 2 Wettkämpfen als Premiumpartner sowie die Vergabe der „ Most Valuable Player“-Auszeichnung an den besten Spieler des Turniers wird weiterhin bestehen.

„Wir bauen unser Engagement im eSports konsequent weiter aus“, sagt Britta Seeger, Mitglied des Vorstandes der Daimler AG, verantwortlich für Mercedes-Benz Cars Vertrieb. „Als global agierende Marke wollen wir uns neuen Zielgruppen öffnen. eSports bringt uns mit jungen und vor allem technikaffinen Menschen in den Dialog. Wir freuen uns, Teil der rasant wachsenden Gaming-Community zu sein und die ESL dabei zu unterstützen, diese actiongeladene und mitreißende Sportart weiterzuentwickeln.“

Und eSport beschäftigt nun auch die Medien. Deutschlands größte Nachrichtenagentur dpa und die Hamburger Morgenpost berichten gemeinsam über das E-Sport-Großevent ESL One Hamburg.
“Wir freuen uns, gemeinsam mit dpa dieses Highlight zu begleiten. E-Sport fasziniert und aktiviert mittlerweile weltweit Millionen von Gamern und Zuschauern”, sagt Mopo-Chefredakteur Frank Niggemeier: “Wir wollen unseren Lesern diese Sportart näher bringen und neue Zielgruppen erreichen. Deshalb berichten wir umfassend über alle unsere Kanäle hinweg in Online, Print und Social Media”, so Frank Niggemeier weiter.

Neben Vorberichten im Blatt und im Netz wird ein von dpa bereitgestelltes Liveblog am Turnier-Wochenende das Zentrum der Berichterstattung bilden. Ergebnisse, Berichte, Fotos sowie Video-Interviews mit Spielern und Fans direkt aus der Arena machen das Großevent für die Leser transparent. Ausgewiesene Dota-2-Experten unterstützen Mopo und dpa an allen drei Turniertagen.

Fazit

Die Positionierung von Marken auf den eSport-Kanälen verspricht in den nächsten Jahren tatsächlich große Zuwachsraten. Die europäischen Märkte sind noch lange nicht komplett erschlossen. Dennoch ist Achtsamkeit gefragt: Es gelten andere Regeln als in vielen anderen digitalen Branchen. Also ist es gut, das Know-how vorher zu erlangen, um sich dann mit den richtigen Mitteln zu positionieren.

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