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Leitfaden OKR-Methode: agil planen und führen

Mit der OKR-Methode werden strategische Unternehmensziele und Daily Business sinnvoll miteinander verknüpft.
Bild: © bongkarn/ Adobe Stock
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OKR-Methode: Großes Orchester statt „Stille Post“

Wer klassische Planungs- und Zielvereinbarungsprozesse in Unternehmen etwas genauer betrachtet, der entdeckt erstaunliche Parallelen zum Kinderspiel „Stille Post“. Ob Top-down-Kommunikation über viele Ebenen, mangelnde Transparenz, fehlende team- und hierarchieübergreifende Abstimmung oder eine unklare Ergebnisorientierung: Am Ende stehen oft persönliche Zielvereinbarungen, die bestenfalls indirekt mit den übergeordneten Unternehmenszielen und -visionen verknüpft sind – sofern diese sich überhaupt sinnvoll auf den eigenen Arbeitsbereich herunterbrechen lassen.

Die OKR-Methode kannst du dir dagegen als agilen Planungs-, Führungs- und Management-Ansatz sinnbildlich wie ein großes Orchester vorstellen. Zwar spielt jede Instrumentengruppe von ihrem eigenen Notenblatt. Gleichzeitig musizieren aber alle gemeinsam unter der Leitung des Dirigenten, sodass die verschiedenen Melodien ein harmonisches Zusammenspiel ergeben. So wie eine Sinfonie auf das Zusammenklingen des ganzen Orchesters hin angelegt ist, zielt die OKR-Methode auf das Zusammenwirken von Zielen. Sie ist ein strukturgebendes Managementsystem, in dem die Unternehmensziele eng mit den Zielen von Teams und den Zielen jedes einzelnen Mitarbeiters verbunden sind und konkret messbar gemacht werden.

OKR: Erfolgsmodell aus dem Silicon Valley findet zahlreiche Nachahmer

Entwickelt wurde OKR als Management-Methode und Steuerungsinstrument für die Teamarbeit bereits in den 1970er Jahren von Andy Grove, einem Mitbegründer des Halbleiterherstellers Intel. Zu größerer Bekanntheit gelangte das Führen mit „Objectives and Key Results“ durch die Einführung und Weiterentwicklung bei Google ab 1999 über den bekannten US-Manager John Doerr von Kleiner Perkins Caufield & Byers.

Mit der Präsentation „How Google sets goals: OKR“ sorgte das Unternehmen für eine weitere, rasche Verbreitung der OKR-Methode, die sich vor allem in der agil aufgestellten Digitalwirtschaft schnell immer größerer Beliebtheit erfreute. Ob Apple, Twitter LinkedIn, Oracle, Dropbox oder Amazon – heute gehört das OKR-Modell zum festen Bestandteil vieler erfolgreicher Brands und fällt auch in Deutschland zunehmend auf fruchtbaren Boden. Das zeigen die Beispiele Zalando, Outfittery, Trivago oder Flixbus.

Mit OKR agil in überschaubaren Zeithorizonten operieren

Klassische Ziel- und Kennzahlensysteme wie die Balanced Scorecard basieren auf Jahresplanungen oder noch längeren Zeiträumen. Bei der OKR-Methode definieren die Unternehmensvision oder die längerfristigen Ziele und Planungen lediglich den Leitrahmen. Mit den Objectives und Key Results kannst du in deutlich kürzeren Zeitfenstern konkrete Ziele definieren und messbar machen. In vielen Fällen erfolgt der komplette OKR-Zyklus quartalsweise und ermöglicht somit eine agile Steuerung, mit der du deinen Unternehmenskurs auch kurzfristig an die jeweiligen Umstände anpassen kannst.

Entscheidend für den Erfolg der Management-Methode ist die Festlegung qualitativer Ziele (Objectives) und messbarer Kennzahlen (Key Results) sowie die Veröffentlichung aller OKRs im gesamten Unternehmen. Über Workshops, regelmäßige Updates und Status-Meetings stellst du sicher, dass jeder mit den Zielen und Fortschritten der anderen Teammitglieder und Abteilungen vertraut ist und aktiv Unterstützung leisten kann.

  • In der Regel werden die Objectives für die einzelnen Ebenen sowohl vom Management als auch gemeinsam von den Teams entwickelt und festgelegt. Als eine Art Mini-Strategie geben sie mit ihrem ambitionierten, emotionalen und motivierenden Charakter die Stoßrichtung der nächsten Etappe zur Erfüllung der Vision vor und definieren, was innerhalb der gewählten Zeitspanne erreicht werden soll.
  • Für die Erfolgsmessung werden die einfach und verständlich formulierten Objectives mit mehreren Key Results verknüpft. Über eindeutig messbare Metriken fungieren die gemeinsam im Team erarbeiteten Schlüsselresultate als objektiver Bewertungsmaßstab für die Zielerreichung.

Wichtig: Damit der Fokus innerhalb eines OKR-Zyklus gewahrt bleibt, sollten die entsprechenden Sets aus maximal fünf Objectives bestehen, die jeweils mit drei bis fünf Key Results gemessen werden.

Einen tieferen Einblick in die Funktionsweise und Festlegung von OKR liefert dir unser kostenloser Leitfaden „Agil planen und führen mit Objectives und Key Results“.

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Welche Vorteile bietet die OKR-Methode?

Mit der OKR-Methode schaffst du eine effiziente Struktur für das Definieren, Setzen und Messen von Zielen. Damit lassen sich Projekte vermeiden, die nicht auf deine Unternehmensziele einzahlen, und Ressourcen effektiv einsetzen. Darüber hinaus sprechen weitere gute Gründe für den Einsatz von OKR als flexibles Rahmenwerk:

  • Festlegung klarer Prioritäten durch die Ausrichtung auf wenige, wichtige Ziele
  • Stärkung der Einbindung und Förderung der Eigenverantwortung von Mitarbeitern
  • besseres Verständnis der Unternehmensstrategie auf Mitarbeiterseite sowie klare Zielvorgaben und Benchmarks für die eigene Arbeit
  • Verbesserung der Kommunikation zwischen Führungskräften, Abteilungen und Mitarbeitern
  • mehr Transparenz innerhalb von Teams und Vermeidung von Silodenken durch die Förderung von gegenseitiger Abstimmung und Zusammenarbeit
  • OKR sorgen für effiziente Erfolgsmessung und ermöglichen als „Frühwarnsystem“ ein schnelles Gegensteuern

Praktischer Leitfaden für die Implementierung der OKR-Methode in dein Business

Die Arbeit mit Objectives und Key Results hilft deinem Unternehmen, transparenter und fokussierter zu werden. Als agiler Prozess sorgt die OKR-Methode für eine ganzheitlichere Ausrichtung deines Geschäfts, die für jeden greifbar ist und klare Präferenzen für die alltägliche Arbeit aufzeigt. In unserem kostenlosen Leitfaden zur Einführung in das OKR-Modell findest du daher nicht nur zahlreiche Informationen zum OKR-Zyklus und praktische Tipps für die Implementierung, sondern auch wertvolle Hinweise zu Fallstricken, die es bei der Integration ins Tagesgeschäft zu vermeiden gilt.

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