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Checkliste: 99 Kriterien, wie du den Checkout optimieren kannst

Ist die Absprungrate im Warenkorb zu hoch, solltest du den Checkout optimieren.
Bild: © dusanpetkovic1 / AdobeStock

Checkout optimieren: Warum ist das sinnvoll?

Nicht jeder Websitebesucher wird auch zum Kunden und gibt im Online Shop eine Bestellung auf. Im Schnitt sind es nur zwei bis drei Prozent der Besucher, die letztendlich konvertieren und Produkte einkaufen. Besonders ärgerlich für Shop-Betreiber ist es allerdings, wenn es häufig zu Kaufabbrüchen im Warenkorb oder während des Checkout-Prozesses kommt. Der Checkout ist die letzte Hürde, die der User überwinden muss, um den Kaufprozess abzuschließen und zum Kunden zu werden.

Die Shopping Cart Abandonment Rate, deutsch Abbruchrate, ist ein wichtiger KPI im E-Commerce. Eine Conversion-Optimierung deines Online Shops sollte daher immer eine Checkout-Optimierung beinhalten.

Die Abbruchrate in Online-Shops betrug 2019 weltweit:

77.13 %
insgesamt
80.79 %
bei Smartphone Usern
73.93 %
bei Desktop Usern

Je nach Branche fällt die Abbruchrate im Checkout-Prozess höher oder niedriger aus. Zudem ergeben verschiedene Studien hierzulande auch unterschiedliche, leicht voneinander abweichende Zahlen, die sich in der Regel jedoch im Bereich von 70 bis 80 Prozent Abbruchrate bewegen. Gut drei Viertel aller User bricht also den Bestellvorgang ab – ein echter Downer für deine Conversion Rate.

Die gute Nachricht: Es gibt eine Reihe an leicht umsetzbaren und doch wirkungsvollen Maßnahmen, um deinen Checkout-Prozess so zu optimieren, dass er leichter und angenehmer für die User zu durchlaufen ist. Welches diese Maßnahmen sind, erfährst du in unserer kostenfreien Checkliste.

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Checkout optimieren im Sinne der Kundenzentrierung

Wer wissen will, warum User den Checkout nicht abschließen, sollte die Kundenperspektive einnehmen und im Sinne der Customer Centricity den Bestellvorgang neu denken. Es geht dabei um die Customer Experience, die Erfahrung, die ein Kunde auf seiner Customer Journey an jedem Berührungspunkt mit dem Unternehmen macht.

Das Erlebnis des Checkout als Touchpoint ist entscheidend, wenn es um das Markenerlebnis geht, also die Brand Experience. Denn nicht nur der erste, sondern vor allem der letzte Eindruck zählt! Ein vom Bestellprozess genervter Kunde wird vorrangig negative Emotionen mit deinem Shop assoziieren und somit höchstwahrscheinlich auch nicht wiederkehren oder deinen Shop weiterempfehlen.

Wieso brechen User den Kaufvorgang ab?

Die Frage, die du dir stellen solltest, lautet also: Was wünschen sich deine Kunden, wenn sie den Bestellvorgang abschließen und den Checkout beginnen? Sieben Punkte sind zentral:

  • Schneller und unkomplizierter Abschluss des Zahlungsvorganges
  • Niedrige Versandkosten und ihre transparente Angabe
  • Transparente und einfache Einsehbarkeit von Widerrufs- und Rückgabefristen
  • Vielfältige Auswahl an Zahlungsarten
  • Bestellung ohne Kundenkonto
  • Aussagekräftige Produktbeschreibungen auch im Warenkorb
  • Mobile-optimierte Darstellung des Checkouts

Checkout optimieren: 3 Tipps

So verständlich die Wünsche der Kunden, so häufig jedoch auch die Fehler, die Shopbetreiber bei der Erstellung ihrer Checkout-Prozesse begehen. Mit diesen drei Tipps kannst du die häufigsten grundsätzlichen Fehler bereits umschiffen:

Tipp #1: Niemand will ewig an der Kasse warten!

Halte den Checkout-Prozess so übersichtlich und kurz wie möglich. Ein langwieriger Bestellprozess mit vielen Klicks, vielen auszufüllenden Feldern, Befragungen, Produktvorschlägen, Rabattaktionen und unnützem Beiwerk wie Werbe-Pop-Ups ist für die Kundenzufriedenheit mindestens so schädlich wie das Anstehen in der Kassenschlange im Geschäft. Der Kunde hat sich bereits für Produkte entschieden und möchte einfach nur bezahlen. Erlaube ihm das so schnell und unkompliziert wie möglich.

Je länger der Bestellvorgang dauert, desto mehr User springen ab. Ein Verschlanken des Registrierungs- und Bestellprozesses reduziert die Zahl der Warenkorbabbrüche deutlich.

Tipp #2: Heiße jeden Besucher als Kunden willkommen!

Die Registrierung und das Anlegen eines Kundenkontos sind oft ein langwieriger Prozess: Zuerst musst du den Kunden von den Vorteilen des Kontos überzeugen, dann listest du Vorteile auf, preist Goodies an und verlangst dem Kunden das Ausfüllen von Formularen und Klicken von Bestätigungslinks in E-Mails ab. Einen Shopbesucher, der sich zum ersten Mal auf deine Seite verirrt, verschreckst du mit diesem Aufwand schnell. Das Anlegen eines Kundenkontos wirkt zu verbindlich und stellt für Neukunden eine zu hohe Schwelle dar. Niemand möchte sich gleich beim ersten Mal ewig an dich binden. Der Abschluss des Bestellvorgangs als Gast sollte also immer leicht zugänglich sein.

Tipp #3: Lass den Kunden bezahlen!

Der Mangel an Zahlungsmethoden ist ein Hauptgrund für den Abbruch des Bestellvorganges. Gerade in Deutschland besitzt nur jeder Dritte eine Kreditkarte und nur jeder Fünfte verfügt über einen PayPal-Account. Eine Studie der Payment-Plattform Stripe hat ergeben, dass zudem über zwei Drittel der größten Webshops auf dem deutschen Markt mindestens drei Fehler im Kreditkarten-Bezahlprozess aufweisen. Einfache und SCA-konforme Zahlungsmethoden wie Apple Pay und Google Pay würden noch kaum angeboten.

So kannst du deinen Checkout optimieren: Nutze unsere kostenfreie Checkliste

Nicht jede Maßnahme ist in jedem Online Shop sinnvoll und umsetzbar. Du solltest unsere kostenfreie Checkliste zunächst verwenden, um eine Analyse deines bisherigen Checkout-Vorganges vorzunehmen und dich anhand der 99 gelisteten Kriterien zu fragen:

  • Warum beenden User den Bestellvorgang ab bestimmten Punkten?
  • Was kann ich konkret tun, um dieses Problem zu beseitigen?
  • Wie und an welchen Stellen kann ich den Prozess nutzerfreundlicher und angenehmer gestalten?
  • Wo kann ich den Prozess verschlanken und gibt es Schritte oder Elemente, die unnötig sind?

Welche Elemente das sein können und worauf du im Detail achten solltest, erfährst du in unserer kostenfreien Checkliste. Lade sie dir gleich hier herunter!

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