ChatGPT: Was kann der KI-Chatbot alles?

ChatGPT ist „nur“ ein Chatbot und doch ist er das heißeste Thema im Netz. Warum ist das so? Was kann ChatGPT? Und welches Potenzial hat dieser AI-Chat?

Die OpenAI-Anwendung ChatGPT ist derzeit in aller Munde.
Bild: © robin_rednine / unsplash.com

Was ist ein Chatbot?

„Eliza” gilt als der erste Chatbot der Welt. Der künstliche Gesprächspartner wurde 1966 von Joseph Weizenbaum entwickelt, um mit Menschen zu kommunizieren und diese Kommunikation aufzuzeichnen. Dafür benutzt er einen implementierten Wortschatz, sucht dabei nach den geeigneten Antworten und berücksichtigt menschliche Verhaltensweisen.

Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Chatbots, die vor allem im Communitymanagement oder Kundenkontakt zum Einsatz kommen. Der Großteil arbeitet noch immer sehr ähnlich wie Eliza mit vorgefertigten Datenbanken. Diese sind zwar deutlich komplexer geworden, ändern aber nichts an der grundsätzlichen Funktionsweise.

Next Level: KI gestützte Chatbots

KI-gestützte Chatbots suchen autonom aus verschiedenen Datenbanken und lernen dabei immer weiter, die menschliche Kommunikation zu imitieren bzw. semantische Deutungen zu verstehen und sich an sie zu erinnern. KI-gestützte Chatbots übersetzen menschliche Sprache in eine Computersprache. Dabei gibt es zwei verschiedene Transformationsprozesse: NLP (Natural language processing) und NLU (Natural Language Understanding).

Diese KI-Chatbots werden ebenfalls vor allem beim Kundensupport- oder Kontakt eingesetzt. Bekannte Beispiele sind die Facebook-Bots. Amazon und Shopify gelten als zwei Brands, die erfolgreich mit Chatbots im E-Commerce arbeiten. In der Finanzbranche gibt es beispielsweise den Wells Fargo Bot oder den Bank of America-Chatbot, die bei Fragen rund um Bankaccounts, Überweisungen und Transaktionen helfen. Auch in der Health-Branche kommen intelligente Bots zum Einsatz. Der WebMD-Chatbot und der Mayo Clinic-Chatbot beantworten Fragen, die Krankheiten oder Gesundheitsdaten betreffen.

Und was ist nun der ChatGPT?

Um diese Frage zu beantworten, haben wir ChatGPT selbst gefragt:

„GPT steht für ‚Generative Pre-trained Transformer‘. Es ist ein neuronales Netzwerk-Modell, das für maschinelles Lernen und natürliche Sprachverarbeitung verwendet wird. Es wurde von OpenAI entwickelt und ist in der Lage, Texte zu generieren, die menschenähnlich klingen und sinnvolle Sätze bilden. GPT wird häufig zur Erstellung von Chatbots, zur Automatisierung von Kundensupport und zur Übersetzung von Texten verwendet.“

In unseren Worten: ChatGPT ist ein superpotentes Tool, das im Prinzip alle möglichen Anfragen beantworten kann und in der Lage ist, Texte zu jedem Thema zu schreiben. Vor allem verdeutlicht ChatGPT, welches Potenzial in der Künstlichen Intelligenz steckt. Fast alle Fragen können beantwortet werden. ChatGPT kann sogar kreative Prozesse übernehmen.

Hey ChatGPT: Wie veränderst du das Content Marketing?

ChatGPT: „In Bezug auf das Content Marketing könnte GPT dazu beitragen, den Content-Erstellungsprozess zu beschleunigen und zu vereinfachen, indem es automatisch Inhalte generiert, die menschenähnlich klingen und sinnvolle Sätze bilden. Dies könnte zum Beispiel zur Erstellung von Blogposts, Nachrichtenartikeln oder Social-Media-Beiträgen verwendet werden.

Allerdings muss beachtet werden, dass GPT kein Ersatz für menschliche Autoren ist und dass es wichtig bleibt, qualitativ hochwertigen und relevanten Content zu erstellen, der die Zielgruppe anspricht und den Geschäftszielen entspricht. GPT kann lediglich als Hilfsmittel bei der Content-Erstellung dienen und sollte nicht als alleinige Quelle für den Content verwendet werden.“

Fazit: ChatGPT ist nur der Anfang

ChatGPT zeigt deutlich, wohin die technologische Entwicklung führen wird. Bislang sah man das Potenzial vordergründig bei der Erstellung von Bildern oder Grafiken. Nun zeigt die Qualität der Texte von ChatGPT deutlich, dass auch Schreibprozesse von intelligenten, automatischen Systemen übernommen werden können. Gerade im Hinblick auf Social Media Posts, Alt und Title-Texte beim SEO werden solche Tools zum Einsatz kommen.

Und das ist erst der Anfang: ChatGPT kann Symphonien komponieren, Gedichte verfassen und Codes programmieren.

Was kannst du eigentlich nicht? Das haben wir erneut direkt ChatGPT gefragt: „Ein Beispiel für eine Frage, die ich nicht beantworten kann, weil ich nicht über ausreichende Informationen verfüge, wäre eine Frage nach dem Wetter in einem bestimmten Ort an einem zukünftigen Datum. Da ich nicht über aktuelle Wetterdaten verfüge und auch nicht in der Lage bin, diese abzurufen, kann ich keine genaue Vorhersage machen. Ein Beispiel für eine Frage, die ich nicht beantworten kann, weil sie zu komplex oder abstrakt ist, wäre eine Frage nach dem Sinn des Lebens. Dies ist eine sehr komplexe Frage, die sich auf viele verschiedene Aspekte bezieht und die sich nicht eindeutig beantworten lässt. Jeder Mensch hat seine eigenen Vorstellungen davon, was für ihn ein erfülltes Leben bedeutet, und es gibt keine allgemeingültige Antwort darauf.“

Danke, ChatGPT.