AGOF Sonderbericht: Nachhaltigkeit 4.0 – Ökologie & Digitalisierung

Nachhaltigkeit 4.0: Buzzword oder gelebte Realität bei den digitalen Usern?

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Nachhaltigkeit ist derzeit ein beherrschendes Thema in der öffentlichen Diskussion – insbesondere vor dem Hintergrund der im September noch anstehenden Events: Den globalen Fridays for Future Demonstrationen am 20.9., dem World Clean Up Day am 21.9. oder dem UN Klimagipfel vom 21. bis 23.09.. Auch im Internet beschäftigen sich zahlreiche Portale und Blogs damit – aber wie sieht es eigentlich im Lebensalltag der digitalen User mit dem Umwelt- und Nachhaltigkeitsbewusstsein aus?

Grundsätzlich zeigen sich die digitalen User sehr interessiert an ganz unterschiedlichen Aspekten rund um Nachhaltigkeit und Umweltschutz, ob beim Energiebezug, generellen Gesundheitsthemen oder bei Lebensmitteln. Konkret haben 22,3 Prozent von ihnen (13,19 Millionen) Interesse an erneuerbarer bzw. nachhaltiger Energie, an Solaranlagen (16,8 Prozent, 9,94 Millionen) sowie an Stromanbietern (27,1 Prozent, 16,04 Millionen).

Entsprechend fängt die Nachhaltigkeit bereits in den eigenen vier Wänden an – hier haben die digitalen User ganz konkrete Modernisierungsmaßnahmen in der Planung: Neben den klassischen Wärmeverlustquellen wie Fenstern (5,3 Prozent, 3,16 Millionen), Türen (5,0 Prozent, 2,97 Millionen) und Rolläden (4,6 Prozent, 2,74 Millionen) stehen auch Energiesparmaßnahmen wie Dacherneuerung / Dämmung / Fassadendämmung (2,7 Prozent, 1,62 Millionen) bei ihnen auf der To-Do-Liste.

Ein weiteres populäres Thema ist Ökostrom aus regenerativen Energiequellen. Auch bei den digitalen Usern ist „Grüner Strom“ gefragt: Aktuell beziehen 17,0 Prozent von ihnen, das entspricht 10,07 Millionen Menschen, bereits Ökostrom und 30,8 Prozent können es sich vorstellen, darauf umzusteigen. Rechnet man die bereits vorhandenen und die potenziellen Ökostrombezieher einmal zusammen, sind das 28,33 Millionen Menschen.

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Doch auch beim alltäglichen Konsum spielen Nachhaltigkeit und die Herkunft der Produkte eine wichtige Rolle. Die digitalen User erweisen sich beim Lebensmitteleinkauf als sehr bewusste Verbraucher: Zwei Drittel (66,2 Prozent, 39,15 Millionen) kaufen nach Möglichkeit Produkte aus der Region, über die Hälfte legt sehr viel Wert darauf, dass die gekauften Produkte von Tieren aus artgerechter Haltung stammen (55,6 Prozent, 32,88 Millionen) und findet es beim Kauf von Produkten wichtig, dass das jeweilige Unternehmen sozial und ökologisch verantwortlich handelt (53,5 Prozent, 31,61 Millionen). Ferner achtet über ein Drittel der User (35,8 Prozent, 21,17 Millionen) auf Öko- bzw. Bio-Prüfsiegel.

Dies bestätigt auch der Blick in den Einkaufskorb der digitalen User:, Bei einem Viertel (25,0, Prozent, 14,78 Millionen) von ihnen macht der Anteil von naturreinen Produkten am Einkauf bereits die Hälfte aus. Weitere 8,9 Prozent (5,24 Millionen) kaufen sogar überwiegend nur solche Nahrungsmittel und gut eine Million (1,8 Prozent, 1,09 Millionen) sind fast ausschließlich Bio-Käufer.

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Und auch bei anderen alltäglichen Produkten ist Natürlichkeit Trumpf: Über ein Viertel (28,0 Prozent, 16,58 Millionen) der digitalen User schätzt bei der Körperpflege Produkte auf natürlicher Basis und ohne chemische Zusätze. Außerdem nutzen 12,1 Prozent (7,16 Millionen) der digitalen User Bio-Waschmittel – sich selbst und der Umwelt zuliebe.

Dies sind nur einige Beispiele für das Nachhaltigkeitsbewusstsein der digitalen User, das angesichts dieser Fakten kein reines Lippenbekenntnis ist, sondern von vielen bereits aktiv gelebt wird!

Weitere spannende Insights rund um das Thema Nachhaltigkeit findest du in dem von der agof in Kooperation mit der DMEXCO 2019 herausgegebenen Sonderbericht:

Bericht hier kostenlos herunterladen