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Bekannt und dennoch neu: Acoustic konzentriert sich auf das Marketing

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Ein Start-up mit 1.100 Mitarbeitern und 3.500 Kunden anschieben? Kann man machen. Vor allen Dingen, wenn hinter dem Start-up die Mutter IBM steht. Konkret: Die Marketinglösungen von IBM sind seit geraumer Zeit selbständig, am Markt bewegt sich nun mit Acoustic ein neuer Player, der eigentlich gar nicht so neu ist. Nachdem die Investmentfirma Centerbridge Partners übernommen hatte, arbeitet man nun laut Acoustic-CEO Mark Simpson in einem Markt mit Adobe, Oracle und Salesforce. Eine eigene Liga.

Acoustic will sich dabei auf den Bereich Marketing konzentrieren. Es gilt, für eine Vielzahl von Kampagnen immer mehr Daten auf immer mehr Kanäle intelligent und möglichst effizient zu verarbeiten. Sinnvoll also, wenn hier durch KI eine Automatisierung am Werk ist, die gleichsam aus den eigenen Daten lernen kann. Mit weiteren Modulen aus der IBM Historie wie Pricing, Promotion und Content sieht sich das “junge” Unternehmen mehr als gut gerüstet. Dabei will man sich als offenes Ökosystem positionieren, in dem unterschiedliche, oft isolierte Insellösungen und Technologien und vor allem Daten aus verschiedensten Quellen zusammengeführt werden sollen, um dem CMO ein nahtloses Bild seiner Kunden und Interessenten zu bieten.

Fokus auf den datengetriebenen CMO

Zum Start vor wenigen Monaten zeigte sich Mark Simpson als CEO optimistisch und zeichnete gleichzeitig ein Bild des Wettbewerbs und der Chancen: „Wir sind als eine der vier größten Marketing-Clouds aus der IBM hervorgegangen. Mit über 1.100 Mitarbeitern und 3.500 Kunden sind wir ein ziemlich großes Start-up.“ Er betont das Potential der Produkte, die man vermarktet und intensiv weiterentwickeln will: „Wir investieren in den nächsten zwölf Monaten zwischen zehn und zwanzig Millionen Dollar in die vollständige Neuplatzierung aller unserer Produkte.“ Alter Code soll ersetzt, neue Benutzeroberflächen implementiert und zukunftsweisende Technologien beispielsweise in den Bereichen KI und Datenschutz noch intensiver genutzt werden.

1100
Mitarbeiter
3500
Kunden

„Adobe ist bekannt für Kreativität, Oracle für Daten, Salesforce für CRM, wir konzentrieren uns auf den CMO, auf den Marketeer“, wird Simpson zitiert, wenn es um die Positionierung geht. Dabei will man sich als offenes Ökosystem präsentieren, in dem unterschiedliche, oft isolierte Insellösungen und Technologien, vor allem Daten aus verschiedensten Quellen zusammengeführt werden sollen, um dem CMO ein nahtloses Bild seiner Kunden und Interessenten zu bieten.

Auf dem Weg zum Software-as-a-Service-Modell

Mit IBM Watson im Hintergrund scheint es zudem interessant, was Acoustic in seinen Produkten an Funktionen auf Basis Künstlicher Intelligenz weiterhin implementieren will. Unbestritten ist bei allen Fachleuten und Analysten, dass KI gerade im Bereich Marketing eine wichtige Rolle spielt und noch spielen wird. Die KI-Funktionalität soll deutlich erweitert werden und man will sich – so Simpson – “auch gegenüber anderen Technologien und Technologieanbietern öffnen”.

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Acoustic sei auf dem Weg zu einem Software-as-a-Service-Modell, über das man ständig Erweiterungen anbieten könne. Merkmale der „modernen“ Marketinglösung von Acoustic sollen beispielsweise ein modernes Backend basierend auf einer modernen Cloud-Infrastruktur mit nativen Cloud-Services sein. Microservices und eine elastische Architektur, die Nachfragespitzen abfangen kann, sind neben einer einfachen Benutzeroberfläche weitere Paradigmen, auf die das Unternehmen für seine Lösungen setzt.

DMEXCO 2019 als Kick-Off

“Für alle Acoustic-Mitarbeiter ist es eine herausfordernde und spannende Sache”, sagt Stefan Pfeiffer, von IBM für einige Monate an Acoustic für das Marketing und die Kommunikation in Deutschland und Europa ausgeliehen. Es gehe jetzt darum, in kurzer Zeit neben der kompletten technischen Infrastruktur auch den gemeinsamen Spirit für das weltweit tätige Unternehmen zu schaffen. Eine wesentliche Herausforderung besteht darin, in nur wenigen Wochen auf der DMEXCO eine Präsentationsfläche zu erstellen, auf der man sich allen beteiligten Partnern und Stakeholdern im neuen Gewand vorstellen möchte. Dazu zählen für ihn auch Gespräche mit Medien und Dienstleistern, die das neue Unternehmen betrachten. “Ein guter Zeitpunkt für uns, um mit Kunden und Interessenten, Agenturen und Geschäftspartnern zu reden”, so Pfeiffer.

Fazit

Es zeugt von einigem Mut, wenn sich Acoustic in dieser Geschwindigkeit am Markt neu positioniert. Gleichzeitig wird dabei das Selbstbewusstsein deutlich, dass man in den Jahren bei IBM erworben hat, um sich mit den hochwertigen Technologielösungen den Herausforderungen des sich stetig weiterentwickelnden Marktes zu stellen. Letztlich wird der bessere Wettbewerb am Ende bessere Ergebnisse für die Kunden zeitigen. Es braucht dafür den richtigen Fokus für die Entwicklung. Der lässt sich vielleicht jetzt sogar noch wendiger entwickeln, wenn es künftig nicht mehr darum geht, die große Muttergesellschaft zu überzeugen, sondern nur noch die eigenen Stakeholder.

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