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3 Fragen an Claudia Hartwich, Microsoft Deutschland: Die Zukunft der Arbeit

Claudia Hartwich von Microsoft Deutschland weiß um die Vorteile flexibler Arbeitsmodelle.

Claudia Hartwich treibt bei Microsoft bereits seit 2016 maßgeblich Transformations- und New-Work-Themen voran und gestaltet interne Veränderungsprozesse mit. Wir haben Ihr drei Fragen zur Zukunft der Arbeit gestellt.

Kaum ein Bereich wurde durch die Krise so stark getroffen wie der Arbeitsplatz selbst. Was heißt das für Sie als Senior HR Director Germany in einem der weltweit größten Software-Unternehmen?

Wir haben bei Microsoft viel Erfahrung mit flexiblen Arbeitsmodellen gesammelt. Bereits seit 1998 ist das Konzept der Vertrauensarbeitszeit und seit 2014 das Konzept des Vertrauensarbeitsortes fest in unserer Betriebsvereinbarung verankert. In der Pandemie aber war das Zuhause für einige nicht nur Büro, sondern auch Spielplatz und Klassenraum. Da ist es wichtig, füreinander da zu sein.

Was mich besonders bewegt hat: Eine Kollegin hat eine virtuelle Märchenstunde ins Leben gerufen. Die Kinder der Kolleginnen und Kollegen hatten Spaß und die Eltern wurden im Homeoffice ein wenig entlastet. Unsere Employee Ressource Groups wie Parents@Microsoft haben viel bewegt in dieser Zeit, im HR Leadership Team haben wir uns entschlossen, noch größere Flexibilität beim Wechsel zwischen Arbeit und Kinderbetreuung während der Kita- und Schulschließungen zu ermöglichen.

Was raten Sie Unternehmen – wie bleibt das Arbeiten im Büro weiterhin attraktiv? Wie viel Homeoffice soll und kann bleiben?

Ich glaube, die Zeit der One-size-fits-all-Lösungen ist vorbei. Wichtig ist, Menschen die Freiheit zu geben, die für sie individuell beste Lösung zu wählen. Das gilt für Arbeitsort wie Arbeitszeit. Jede und jeder hat andere Wünsche und Bedürfnisse. Arbeit muss mit dem Leben harmonieren, wir sprechen deshalb vom #worklifeflow. Und: Selbstbestimmung fördert persönliche Produktivität.

Was gilt es beim dezentralen Arbeiten zu beachten? Was sind Ihre Tipps, um Informationsketten effektiv auch im Homeoffice abzubilden?

Die Grundlage bieten selbstverständlich Tools wie Microsoft Teams, die Kollaboration an allen Orten ermöglichen. Genauso wichtig ist es, Raum zu schaffen für Austausch, für das digitale Gespräch in der Kaffeeküche. Fast jeder freut sich, wenn man mal anruft und fragt „Wie geht es Dir?“.

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