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DMEXCO Podcast: GF Max Klemmer über die Brand-Transformation bei Miss Germany

Podcast Episode 106
Podcast Episode 106
Max Klemmer, Geschäftsführer Miss Germany Studios © Wendy Stephan
Max Klemmer, Geschäftsführer der Miss Germany Studios GmbH, im Gespräch mit DMEXCO Podcast-Host Verena Gründel

Miss Germany: Familienbetrieb in dritter Generation

„Miss Germany“ ist (fast) jeder Person in Deutschland ein Begriff. Doch dass es sich dabei um einen Familienbetrieb und ein KMU handelt, und nicht um einen internationalen Großkonzern, dürfte einige überraschen. Seit 1888 gibt es das Format der Misswahlen, seit 1927 auch in Deutschland. Im Jahr 1960 übernahm Max Klemmers Großvater zunächst die Moderation des Wettbewerbs, ehe er 1970 auch die Rechte daran erwarb. Ab 1984 arbeitete sein Sohn im Unternehmen – und lernte darüber seine Frau kennen, die 1992 zur Miss Germany gekürt wurde! Angesichts dieser Familiengeschichte ist es nur logisch, dass Max Klemmer den Betrieb übernommen hat.

Doch die Welt hat sich verändert in den letzten knapp 100 Jahren. Zum einen konnte 1927 oder auch 1970 niemand ahnen, was Digital Marketing ist und welche Dimensionen es entwickeln würde. Zum anderen haben sich Rollenbilder und gesellschaftliche Werte weiterentwickelt. Diese Prozesse in der Neuausrichtung der Marke „Miss Germany“ widerspiegeln zu lassen, ist keine leichte Aufgabe und kann doch als Inspiration dienen – Max Klemmer führt uns im DMEXCO Podcast durch den Prozess.

1888 erste Misswahlen

1927 erster Wettbewerb in Deutschland

1960 Max Klemmers Großvater moderiert den Wettbewerb

1984 Max Klemmers Vater steigt ins Unternehmen ein

1992 Max Klemmers Mutter wird Miss Germany

2014 Max Klemmer stößt zu Miss Germany dazu

Rebranding par excellence: Von einer antiquierten Schönheitswahl zum Female Empowerment

Das alte Modell der Schönheitswettbewerbe ist nicht mehr zeitgemäß. Das wusste auch Max Klemmer, als er auf Bitten seines Vaters ins Unternehmen einstieg. Und so ist es nur folgerichtig, dass er nach wenigen Jahren die grundlegende Umstrukturierung von Miss Germany anstieß. Das führte jedoch zu internen Widerständen und gar einem Richtungsstreit mit seinem Vater, der darin mündete, dass Max Klemmer alle Anteile aufkaufte und die volle Verantwortung für den neuen Kurs übernahm.

 

Um zu verstehen, wie tiefgreifend die Veränderung war, erzählt Max Klemmer unserer Host Verena Gründel, wie das alte Modell aufgebaut war: „Die Peak-Phase im alten Konstrukt war im Jahr 2000, als es 300 Events in einem Jahr gab – von Miss Düsseldorf zu Miss Nordrhein-Westfalen und zur Miss Germany. Das Geschäftsmodell bestand damals wirklich aus den physischen Events, also die physische Präsenz vor Ort, und das Unternehmen war als Event-Business aufgesetzt.“

Max Klemmer machte es sich dann zur Mission, die digitalen Chancen besser zu nutzen und das Geschäftsmodell zu revolutionieren. Daraus entstanden neue Formate, neue KPIs und neue Ziele:

„Wir hatten im letzten Jahr 15.000 Bewerberinnen für diese Season. Und dann geht es über neun Monate in einen sehr intensiven Diskurs und Austausch mit Masterclasses und Workshops. Bis zum Finale machen wir über diese neun Monate 1,7 Milliarden Kontakte über alle Mediengattungen hinweg. Und versuchen darüber vor allem, ganz viele Kontaktpunkte zu kreieren, sodass wir junge Menschen dazu inspirieren, was sie eigentlich alles sein und werden können.“

Genau diese Aussagen stehen auch für den inhaltlichen Wandel von Miss Germany: Die Bewerberinnen werden nicht mehr nach Oberflächlichkeiten bewertet. Stattdessen müssen sie sich in den Kategorien Female Founder (für Next-Gen-Gründerinnen), Female Leader (für Next-Gen-Führungspositionen) und Female Mover (für Frauen in eher männerdominierten Berufsfeldern) durchsetzen.

DMEXCO Podcast: Revolution bei Miss Germany Studios

Im Gespräch mit Verena Gründel stellt Max Klemmer alle wichtigen Veränderungen bei Miss Germany Studios vor. Gemeinsam gehen sie der neuen Philosophie auf den Grund und wie sie sich auf KPIs und Markenpartnerschaften auswirkt. Dabei zeigt sich: Es kann von einer echten Revolution der Brand die Rede sein!

Außerdem geht es im Podcast um die folgenden Themen:

  • Welche Bedeutung hat das Community Building und wie wirkt sich das auf das klassische Reichweiten-Marketing aus?
  • Welche Rolle spielen Authentizität und Brandfits? Und sollte ein Unternehmen deswegen tatsächlich sogar lukrative Angebote und Werbepartnerschaften absagen?
  • Welchen Einfluss hat die Gender Pay Gap und wie kann sie überwunden werden?
  • Wie lernt man aus Fehlern und bleibt in den eigenen Methoden flexibel, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren?
  • Wie fand und findet Miss Germany Studios die richtigen Kanäle für die Brand?

Klingt spannend? Dann setz deine Kopfhörer auf, schalt den DMEXCO Podcast an und höre, was Max Klemmer und Verena Gründel über Rebranding und unternehmerische Verantwortung zu berichten wissen.

Du suchst noch mehr Inspiration? Dann komm am 18. und 19. September 2024 zur DMEXCO in Köln! Sichere dir dafür schon heute dein Ticket!

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